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R-KG9/3a - Biotope/Gasteinertal: Bad Hofgastein/Angertal - Alpine Rasen
Biotope im Gasteinertal Biotop-Galerie

Biotope . Gasteinertal

Vorderschneeberg . Angertal

Flur des zarten Straußgrases

Straußgrasflur, Angertal Bildnachweis: Anton Lafenthaler - Miesbichlscharte, Gasteinertal 1.8.2012

» Kar zw. Silberpfennig & Miesbichlscharte «
Region: Seehöhe: 2.200 - 2.500m. Biotopkomplex aus weitläufigen Beständen des Zarten Straußgrases, Schuttzungen und flachgründigen, bodensauren Krummseggenbeständen im Kar zw. kleinem Silberpfennig und Miesbichlscharte. Im Bereich N des kl. Silberpfennigs finden sich auf basenreichem Gestein weiters Anklänge an Blaugras-Horstseggenhalden. Im S bildet die Gratlinie die natürliche Grenze (KG Grenzen Vorderschneeberg - Böckstein).
Kennzeichen: Das Biotop wird in gr. Teilen von Rasensystemen mit typischen Beständen des Zarten Straußgrases (untergeordnet auch Buntem Schwingel) eingenommen. Die Rasensyteme dringen zungenförmig in die unterhalb (N) angrenzenden Schuttsysteme vor. In den oberen Hangpartien des S und SW Teilbereiches gelangt auf flachgründigem Boden mitunter die Krummsegge zur Vorherrschaft. Geländevertiefungen und feuchte Runsenlagen weisen hochstaudenreiche Ausbildungen von Rasensystemen mit markantem Vorkommen von Punktiertem Enzian und Stacheliger Kratzdistel auf. Zerstreut durchziehen weitgehend gefestigte Schuttrinnen das Biotop. Die Vegetationsdecke gestaltet sich in diesen Bereichen schütter (ca. 35%). Muldenlagen am Fuß der Felsen sind durch eine lange Ausaperungszeit gekennzeichnet und weisen daher Anklänge an eine Schneebodenvegetation mit Kraut-Weide auf. In den NO Biotopteilen ist auf exonierten Standorten eine mosaikartige Verzahnung mit wenigdeckenden Krummseggenrasen auf flachgründigem Boden ausgebildet. Im S Biotopbereich treten schrofige, mit Zwergsträuchern durchsetzte Felsformationen bis zu einer Höhe von ca. 20m in Erscheinung. Die Felsbereiche weisen feuchte Wuchsbedingungen und typische Verwitterungsformen der Granite auf; kompakte Felsformationen sind von untergeordneter Bedeutung. Feuchte Klüfte und überrieselte Felsbereiche sind durch dichten Moosbewuchs bis 80% gekennzeichnet. Hervorzuheben ist weiters dichter Bewuchs mit Kriechender Nelkenwurz. Im überwiegend schwer zugänglichen Gratbereich finden sich Bestände des Ähriger Grannenhafers.
Bearbeitet vom Projektteam Biotopkartierung (August 2003)
Biotoptyp (Sbg. 1994) - Flur des zarten Straußgrases - 3.5.3.5.0
Katastralgemeinde : Vorderschneeberg - Bad Hofgastein
Biotope/Region : Kleiner Silberpfennig • Ortbergschartl
Biotope im Gasteinertal

Biotope/Gasteinertal - Bad Hofgastein/Angertal
Alpine Silikatrasen - Straußgrasflur 09/0509
© 1.8.2012 by Anton Ernst Lafenthaler
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