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SG - Gesteine/Mineralien im Gasteinertal: Index - Gesteine
Zentralalpen Zentralalpen bei Gastein
3 Gesteinstypen

Gesteine . Gasteinertal

Das Gebiet um Gastein befindet sich im nördlichen Bereich der Hohen Tauern zwischen der Ankogel- und der Sonnblickgruppe (Goldberggruppe). Bis zur Eröffnung des Tauerntunnels 1911, gab es nur wenig frequentierte Saumpfade über die sogenannten "Tauern". Diese Tauernpässe gaben diesem Gebirge den Namen "Hohe Tauern".

Der Eingang des Gasteinertales - die Klamm - besteht zur Gänze aus Klammkalk und nennt sich dem zufolge Klammkalkzone. Es folgen Schiefergesteine - Tauernschieferhülle - wobei der wesentlich härtere Grünschiefer die Enge nördlich von Bad Hofgastein bedingt. Die Steilstufe bei Bad Gastein wird bereits vom harten Gneis gebildet - Gneiszone - welcher letztlich als Zentralgneis bzw. Gneisgranit die Zentralalpen aufbaut und das Gasteinertal abschließt.

Früher war die Tauernregion in eine geschlossene Schieferdecke eingehüllt. So wie im Granitgneis bildeten sich auch in der Schieferhülle durch Stoffzufuhren aus dem Gneisgebiet Minerale aus, was zu Mineralneubildungen führte. Dieser Vorgang wird Tauernkristallisation genannt.

Die - Schieferhülle - ummantelt auch heute noch, mit Ausnahme des Ankogel- und Sonnblick-Massiv das Kerngestein der Hohen Tauern, welche aus Schwarzphyllit, Kalkglimmerschiefer, Grünschiefer und anderen Gesteinen besteht und bis nach Klammstein reicht. Dort sind es die Klammkalke, welche aus festen grauen Kalkzügen mit schiefrigen, phyllitischen Zwischenlagen bestehen. Mit der Klammkalkzone schließt die Schieferhülle und grenzt im Norden an die Grauwackenzone des Salzachtales.

Die - Zentralgneiszone - der Hohen Tauern, welche vom Brenner bis zum Katschberg reicht, erscheint als kuppelförmige Aufwölbung im Hochalm-Ankogel-Massiv östlich und der Sonnblick-Gruppe westlich von Gastein. Zwischen diesen beiden Grenzzonen verblieb die Schieferhülle. Der Zentralgneis (= im zentralen Teil der östlichen Ostalpen herrschende Gesteinsart) - ist kein einheitliches Gestein, wohl aber von ein und denselben granitischen Schmelzfluss. Durch Verformung des ursprünglichen Zentralgranit sind die unterschiedlichen Abarten des Zentralgneis entstanden. Der porphyrischer Granitgneis zeigt häufig Übergänge zum Augengneis, wobei die großen hellen, wie Augen aussehenden Kalifeldspäte nicht mehr regellos verteilt, sondern parallel angeordnet sind. Ist der Granitgneis weniger verschiefert bzw. mehr granitartig so spricht man hier von porphyrischen Gneisgranit.

Der Granitgneis der Hohen Tauern, hier Zentralgneis genannt ist der im Rahmen der Gebirgsbildung aus - Eruptivgesteinen - entstandene Gneis, welcher je nach Struktur als Granitgneis, Gneisgranit, Augengneis, Forellengneis etc. bekannt ist. Er erscheint in den oberen Schichten erstmals bei Bad Bruck und wird bei der 300 m hohe Himmelwand im Kötschachtal deutlich sichtbar. Ebenso liegt das Anlauftal im Granitgneis.
Die Gesteinsverformung und Verschiebung von Gesteinsmassen in die Tiefe bei der Gebirgsbildung, welche die Umbildung des Zentralgranits in den Zentralgneis bewirkte (=Tauernkristallisation mit Neubildung von Mineralien in Gneisnähe) kam es auch zur schrittweisen Hebung. Diese wiederum bewirkte stärkere Abtragung und Entlastung der aufliegenden Last. Dadurch konnten aufgrund der Druckentlastung Spalten und Klüfte entstehen.

Gesteine - sind Aggregate von einem oder mehreren Mineralen. Sie kommen entweder als gediegene Elemente oder als Elementverbindungen vor. Die schönsten Mineralexemplare findet man in hydrothermalen Gängen. In diesen Brüchen der Erdkruste zirkulieren heiße Minerallösungen, die je nach Zusammensetzung der Elemente viele unterschiedliche Minerale bilden. Minerale entstehen aber auch direkt durch Abkühlung des geschmolzenen Gesteins (Magma). Andere Minerale wiederum entstehen durch Druck und Hitze in metamorphen Gesteinen - wie auch bei der Gebirgsbildung im Gasteinertal.
Die Gesteine werden nach ihrer Entstehung unterteilt in - Eruptiva - Metamorpha - und - Sedimentgesteine - wobei die Zuordnung nicht immer eindeutig möglich ist.

Pfeil

Gesteine im Gasteinertal
Amphibolit
Aplit
Augengneis

Chlorit-Serizitschiefer

Dolomit

Forellengneis

Galmei
Glimmerschiefer
Gneis
Granat-Glimmerschiefer
Granit
Granitgneis
Grünschiefer
Kalk-Glimmerschiefer

Kalkphyllit
Klammkalk

Marmor

Prasinit

Quarzit
Schwarzphyllit
Serpentinit
Siglitzgneis
Sulfate

Talk-Schiefer
Ton-Schiefer
Tonstein
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Tauernregion Gastein - Gesteine/Mineralien
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© 18.10.2011 by Anton Ernst Lafenthaler
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