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Tb3 - Zentralalpen/Gasteinertal: Interstadiale Bergstürze
Gasteinertal, Hohe Tauern Geologie : Gasteinertal
Geologie - Gasteinertal

Hohe Tauern . Gasteinertal

Interstadiale Bergstürze

Die Datierung von interstadialen Bergstürzen ist oft nicht sicher möglich. Beim Bergsturz der Rockfeldalm - brach ein Teil der Kalkglimmerschiefer-Grünschieferplatte aus der Süd-Flanke der Türchlwände aus und glitt als Blockstrom ins - Lafental. Die Lokalmoräne (gehört nicht der hocheiszeitlichen Vereisung an) liegt über dem Blockstrom, die Moräne hingegen lagert unter dem Blockwerk in der Tiefe der Lafenbachschlucht . . .

Die Moränenwälle der Brandner-Alm in Sportgastein sind spätglaziale Stadialmoränen. Diese liegen auf dem Rutschgebiet verstellter und aufgelockerter Gneisplatten, welche die gesamte Ost-Flanke des Nassfeldes zwischen Schöneck und Demling-Alm aufbauen. Unter dem Ödenkar sind die Gneisplatten bloß etwas verkippt und gedreht. Auch die Bergstürze südöstlich der Schattbach-Alm (Granitgneisblockwerk unter dem Zitterauer-Tisch) sind wahrscheinlich interstadial.

Interstadiale Gehängebreccie im Lafental

Zwischen zwei Moränen liegt im Lafental eine poröse, nur wenige Meter mächtige Gehängebreccie. Sie besteht aus bis 5 cm großen eckigen Splittern von Schwarzphyllit, Gangquarz, Serizitquarz und Kalkglimmerschiefer. Das Zwischenmittel ist sandig und glimmerreich. Der Aufschluss dieser Gehängebreccie zwischen den beiden Moränen befindet sich unmittelbar beim Fahrweg, 200 m östlich der Brücke P.1450. Unter der dort stehenden Almhütte (Anm.: heute Nesslachhütte) sind Aufschlüsse der unteren Moräne vorhanden. Am Fahrweg selbst ist die Breccie 1 m mächtig anstehend. Darüber liegt die obere Moräne. 800 m weiter westnordwestlich tritt die Breccie ebenfalls wieder neben dem Fahrweg auf (Abzweigung Rockfeldalm ?). Etwa westlich davon befindet sich der interstadiale Bergsturz der Rockfeld Alm. Bei der Mündung der Lafenschlucht ins Angertal steht die Breccie mit 2 m Mächtigkeit am linken Ufer des Lafenbaches an.

Siehe auch die Seiten:
- Ablagerungen - Erratica - Gneisblöcke
- Bewegungen - Bergsturz - Blockwerk
- Tektonik - Hohe Tauern - Skizze
- Geologie - Zentralalpen - Querschnitt

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Anmerkung: Beschreibungen und Textstellen der Geologie von Gastein wurden überwiegend den Publikationen von Christof Exner entnommen,
welcher als Geologie von 1946 bis 1955 in Gastein wissenschaftlich tätig war.

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Geologie der Zentralalpen/Gasteinertal: Interstadiale Bergstürze
© 7.2.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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