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T6 - Zentralalpen/Gasteinertal: Geologischer Querschnitt - Westflanke, Gneisrandzone
Gasteinertal, Hohe Tauern Geologie : Gasteinertal
Geologie - Gasteinertal

Hohe Tauern . Gasteinertal

Gneis-Randzone

... geologischer Querschnitt bei Gastein - Westflanke ...

Zu beiden Seiten von Bad Hofgastein beiderseits der Talweite liegen unterhalb der Kalkglimmerschiefern und den Grüngesteinen Schwarzphyllite und zwar im Osten an der Basis des Gamskarkogels, nach Südosten auf den Kamm südlich des Kreuzkogels und im Westen von den Weilern Hundsdorf und Lafen durch die nördliche Angertalhänge (Einzugsgebiet des Lafenbaches) und auf dem Gipfel des Kalkbretterkopfes.

An der Westflanke weiter südlich findet sich eine schmale Zone von Quarzit - Rauwacke - Dolomit - Kalkmarmor (Angertalmarmor). Diese liegen dem Zentralgneis direkt auf. Die Lafenschlucht und die Angertalschlucht bilden nordwestlich des Hochalm-Ankogelmassivs die Grenze zur Tauernschieferhülle, wie im - geologischen Querschnitt - der Zentralalpen bei Gastein und den - Detailprofilen West - dargestellt.
Südlich der Klammkalke (Bernkogel) folgt die Tauernschieferhülle (Türchlwand) und die Gneisrandzone (Erzwies), die den Übergang zum Zentralgneis bildet. Eine Gesamtübersicht findet sich auch im - Querschnitt der Zentralalpen - bei Gastein.

Die sedimentäre Randzone im NW des Hochalm-Ankogel-Massivs kann im Angertal bzw. Lafental gut studiert werden. Die Türchlwand wird der Tauerschieferhülle zugerechnet. Im Gebiet der Gadaunerer Hochalm, Eckelgrube, Erzwies kommt der Gneis an die Oberfläche. Wir sind hier inmittem der Gneisrandzone des - Ankogel-Hochalm-Massivs - mit dem - Siglitzlappen - und dem Hölltor-Rotgülden-Kern.

Die Stanzscharte liegt ganz im Schwarzphyllit bis hinunter zu den Gadauner Hochalmen. Sie bauen gemeinsam mit der Basis der Türchlwände, der Gasteiner Höhe und dem Kalkbretterkopf die mittlere Schwarzphyllitzone auf.
Steigt man am wasserscheidenden Grenzkamm zwischen Gastein und Rauris an der Südseite auf den Kalkbretterkopf findet man im Schwarzphyllit zahlreiche Kalkphyllit-Lagen und Albitporphyroblastenschiefer. Die Gipfelplatte bildet Karbonatquarzit.
Im Abstieg zur Stanzscharte kann die wiederholte Verzahnung und Abwechslung von Kalkphyllit und Schwarzphyllit beobachtet werden. Nördlich der Scharte findet sich wieder eine kalkreiche Zone und gegen die Türchlwände zu sind Karbonatquarzite eingestreut. Die Entscheidung, was den schon Schwarzphyllit oder noch als Kalkglimmerschiefer zu gelten habe ist allerdings rein subjektiv . . .

Der nachfolgende geologische Querschnitt zeigt die Randzone zwischen Tauernschieferhülle im Norden und dem Gneisdom im Süden. Daran schließt das Hochalm-Ankogel-Massiv = Zentralgneis - wo dem Gneisgewölbe des Silberpfennigs Glimmerschiefer, Dolomit und Kalkmarmore aufgelagert sind.

Hohe Tauern, Gasteinertal - Skizze
Tafel III - Geologischer Querschnitt der Zentralalpen bei Gastein nach Christof Exner (1956)
SchwarzphyllitSchwarzphyllit Quarzit - QuarzphyllitQuarzit / Quarzphyllit KalkmarmorKalkmarmor
GrünschieferGrünschiefer ZentralgneisZentralgneis SerpentinSerpentin
Gneis/ Randzone I - IV
Siglitztal Silberpfennig Gasteiner Höhe Türchlwand
Siglitztal Silberpfennig Stanzscharte Türchlwand

Die Gneisrandzone zeigt hier am Übergang zur Tauernschieferhülle bizarre Gesteinsformationen. Kalkmarmor, Dolomit, Glimmerschiefer, Quarzit sind hier übereinandergeschichtet und ineinander verzahnt. Der Silberpfennig als Wanderziel gewährt den Blick nach Norden in die Tauernschieferhülle - aber auch den Blick nach Süden tief in die Zentralalpen . . .

Prof. Dr. Wolfgang Stoll, Hanau schreibt dazu: "Der später gewählte Name - Kalkbretterkopf - charakterisiert das dort fast waagrecht geschichtete Gestein, den im Zuge der Angertaler Kontaktmetamorphose gebildeten Kalkglimmerschiefer, der im reinen Zustand hell-weiß leuchtet. Er liefert auch den für die verschiedenen Gebirgspflanzen im Übergang zwischen sauren Urgesteinsböden und basischen Kalkböden geeigneten Nährboden, so dass die Gebirgsflora in den höheren und weniger zugänglichen Hangpartien, die nicht durch Beweidung überdüngt sind, besonders reichhaltig ist".


. . . Gneisrandzone West im Überblick . . .

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Siglitztal, Gneis-Randzone-IV Erzwies, Gneis-Randzone-III Kalkbretterkopf, Gneis-Randzone-II Türchlwand, Gneis-Randzone-I
Siglitztal Erzwies Kalkbretterkopf Türchlwand
Siehe auch die Seiten:
Detailprofile - Westflanke -
Detailprofile - Ostflanke -

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Anmerkung: Beschreibungen und Textstellen der Geologie von Gastein wurden überwiegend den Publikationen von Christof Exner entnommen.
Es bestehen zum Teil Unsicherheiten bei der Gesteinsbestimmung im Zusammenhang mit den vorgestellten Bildern; Irrtümer können trotz höchstmöglicher Sorgfalt nicht ausgeschlossen werden. Die Bildbeschreibungen sind daher generell ohne Gewähr.

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Geologie der Zentralalpen/Gasteinertal
Westflanke - Gneisrandzone
© 8.5.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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