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Tm3g - Zentralalpen/Gasteinertal: Nördl. Kalkalpen / Grauwackenzone
Zentralalpen - Areal: Gasteinertal   Geologischer Querschnitt

Hohe Tauern . Gasteinertal

Kalkalpen / Grauwackenzone

... geologischer Querschnitt der Zentralalpen nördl. Gasteins ...

Die nördlichen Kalkhochalpen von Vorarlberg bis zum Rand des Wiener Beckens (Schneeberg, 2075 m) erreichen Höhen bis zu 3.000 m. Sie werden im Wesentlichen von mesozoischen Dolomiten und Kalken großer Mächtigkeit aufgebaut, wobei Trias- und Juragesteine dominant sind. Von den Kalken ist der ungeschichtete Wettersteinkalk und der gebankte Dachsteinkalk (Trias) anzuführen, auf denen sich die großen, wasserarmen Hochflächen entwickelt haben und die zumeist einem Dolomitsockel auflagern. An der Basis der Gebirgsstöcke bilden wasserundurchlässige Gesteine (z.B. Werfener Schichten) bedeutende Quellhorizonte.
Die Karststöcke werden durch Höhlensysteme unterirdisch entwässert und bilden so wasserlose Hochplateaus. Dies gilt u.a. für das Hochplateau des Steinernen Meeres, dem Hagengebirge und für den Hochkönig, welcher bereits in die Gletscherregion hineinreicht. Getrennt durch das schluchtartige Quertal der Salzach schließt ostwärts das Tennengebirge mit seinen welligen Hochflächen an . . .

Zwischen Südrand der Kalkhochalpen und den kristallinen Zentralalpen erstecken sich in unterschiedlicher Breite die Schieferalpen, eine Gesteinszone, die als Grauwackenzone bezeichnet wird. Sie werde im Wesentlichen aus altpaläozoischen Schiefergesteinen aufgebaut. Lend und Buchberg liegen ganz im Grauwackenschiefer, welcher im Wesentlichen über Dienten bis hin zum Dachsteinkalk des Hochkönig und weiter bis Tenneck reicht, getrennt vom Werfener Schiefer.
Das folgende Bild zeigt den Blick von der Heinreichalm nach Norden Richtung Hochkönig (links) und dem Tennengebirge (rechts), die den nördlichen Kalkalpen angehören . . .

. . . G r a u w a c k e n z o n e . . .

Grauwackenzone - Kalkalpen

Geologischer Querschnitt A

Der geologischer Querschnitt von Nord (Buchberg) nach Süd (Rauchkögerl)
beschreibt den Übergang der nördlichen Grauwackenzone zur - Klammkalkzone - und
die daran anschließende - Tauernschieferhülle - . . .

Zentralalpen, Grauwackenschiefer
Tafel III - Geologischer Querschnitt der Zentralalpen bei Gastein nach Christof Exner (1956)
GauwackenschieferGrauwackenschiefer Dolomit - RauhwackeDolomit und Rauhwacke
Lydit (Kieselschiefer)Lydit (Kieselschiefer) Paläozoischer Kalk / DolomitPaläozoischer Kalk und Dolomit

Die Zentralalpen bilden ein langgestrecktes Gewölbe mit den beinahe symmetrisch angeordneten Randzonen (unterostalpine Einheiten, Ostalpines Altkristallin und Grauwackenzone). Die nördlichen und südlichen Kalkalpen liegen diesen auf.
Über dem Altkristallin liegen die paläozoischen Schichten der nördlichen und südlichen Grauwackenzone (Silur bis Perm). Im Norden der Hohen Tauern bildet die Grauwackenzone einen breiten Streifen, der unmittelbar an die Klammkalktone und an die nördlichen Radstädter Tauern angrenzt.

Die Radstädter Tauern und ihre Fortsetzung umgeben ringförmig das Gebiet der Tauernschieferhülle. Die gesamte Serie der Radstädter Tauern, Klammkalkzone, Katschberg- und Matreier Zone wird als Unterostalpines Deckensystem bezeichnet. Bloß im Norden der Radstädter Tauern und der Klammkalkzone fehlt der altkristalline Gürtel. Diese Lücke ist eine Abweichung von der sonst recht symmetrischen Verteilung der Gesteinszonen rund um die Tauernkuppel.

Siehe auch die Seiten:
Detailprofile - Westflanke -
Detailprofile - Ostflanke -
Querschnitt - Zentralalpen -

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Anmerkung: Beschreibungen und Textstellen der Geologie von Gastein wurden überwiegend den Publikationen von Christof Exner entnommen, der als Geologie von 1946 bis 1955 im Gasteineral wissenschaftlich tätig war.

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Geologie der Zentralalpen/Gasteinertal
Geologischer Querschnitt - Nördl. Kalkalpen/Grauwackenzone
© 6.4.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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