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Tm - Zentralalpen/Gasteinertal: Mallnitzer Mulde
Gasteinertal, Hohe Tauern  Geologie : Gasteinertal

Hohe Tauern . Gasteinertal

Mallnitzer Mulde

Die Mallnitzer Mulde besteht aus der Kalkglimmer-Grünschieferserie mit eingestreutem Dolomitmarmor (Zone der oberen Schieferhülle) und dem autochthonen und parautochthonen Sedimentmantel des Hochalm-Ankogel-Massivs und des Sonnblickkernes (System der "unteren Sedimenthülle" der alten Geologen). Daran grenzt der Zentralgneis, wobei am Übergang zur - Gasteiner Mulde - wie zur Ankogel Mulde Altkristallin/Paragneis liegen.

Geisel Kopf . Murauer Köpfe . Sparanger Kopf . Schareck
Hagener Hütte - Höllkar . Teufelskirchen . Wasiger Kopf . Kolmkar Scharte

Mallnitzer Mulde

Der - Sonnblick-Kern - ist mit einer steilen Stirnzone auf die Schiefer der Mallnitzer Mulde aufgeschoben. Bei der Mallnitzer Mulde sind es die Glimmerschiefer, die direkt dem Zentralgneis aufliegen. Quarzit, Dolomit und Kalkmarmor stellen sich über oder in den Glimmerschiefern ein, liegen aber niemals dem Zentralgneis auf ( =Durchgangalm Decke).

Mallnitzer Mulde - Skizze
Tektonische Skizze nach Christof Exner (1946 - 1955)

Die Muldenform der Schieferserie zwischen Ankogel und Sonnblick ist augenscheinlich. Der Sonnblick-Kern wurde allerdings so heftig an die Schiefer angepresst, dass der Zusammenhang der einzelnen Gesteinsserien der Tauernschieferhülle kaum mehr rekonstruierbar scheint. Gut erhalten ist der Schieferaufbau im Nordost-Schenkel der Mallnitzer Mulde. Der glimmerarme Kalkmarmor überwiegt in der Karbonatgesteinsserie der Randzone des Hochalm-Ankogel-Massivs des Bandes Hagener Hütte - Höllkarwasserfall (=Angertalmarmor).

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Kalkglimmerschiefer-Grünschiefer-Zone Dolomitschollen (mit Quarzit und Granitgneislamellen) Mittlere Schwarzphyllite Quarzit-Dolomit-Marmor-Kalkglimmerschiefer-Grünschieferzone Basale Glimmerschiefer- und untere Schwarzphyllitzone
Geiselkopf
Sparanger-Kopf
Schareck

Grieswies-Mähder
Ritterkopf
Schareckgipfel
Murauer-Köpfe
Keesauge
Jamnig Alm
Tauscher-Böden
Höllkar
Riffel-Scharte

Grieswies Alm
Wandl Alm
Hagener-Hütte
Teufelskirchen
Wasiger-Kopf
Neuwirt-Weg
Filzenkempfelsen

Kruml-Schlucht
Tauernmähder (K)
Ebeneck
Hagener Hütte
SW-Hang (Nassfeld)
Kolmkar-Scharte

Seekopf
Kolm-Saigurn
Sparanger Kopf, Schareck Mallnitzer Mulde, Gasteinertal Mallnitzer Mulde Mallnitzer Mulde, Hagener Hütte Hagener Hütte

1 - Basale Glimmerschiefer und untere Schwarzphyllitzone - bauen die Hänge der Tauernmähder (Mallnitzer Tauerntal) bis zum Ebeneck und der Hagener Hütte auf. Eine Deckkappe (Graphitquarzit) liegt isoliert am Kreuzkogel im Radhausgebiet. Vom Mallnitzer Tauern streicht die Serie über die SW-Hänge des Nassfeldes zur Kolmkarspitze und zum Seekopf.
 - Auf der Rauriser Seite im Kessel von Kolmsaigurn verbreitert sich die Glimmerschieferzone, weil die Höheren Einheiten der Mallnitzer Mulde dort der Erosion zum Opfer gefallen sind. Im Hüttwinkel bauen die Glimmerschiefer den Sporn nördlich der Bockhartscharte auf. Hier liegen die Geröllgneise an der Basis der Glimmerschieferserie.

2 - Quarzit-Dolomit-Marmor-Kalkglimmerschiefer-Grünschieferzone: Hierher rechnen wir das Kalkmarmorband, das innerhalb der obersten Lagen der vorgenannten Glimmerschieferserie vom Mallnitzer Tauern zum Höllkar Wasserfall ins Röck Karl streicht, wo sie im Glimmerschiefer auskeilt. Ferner zählen wir das aus Quarzit, vereinzelten Dolomitlinsen, Kalkglimmerschiefern und Grünschiefern bestehende Gesteinsband zwischen den Glimmerschiefern und der mittleren Schwarzphyllitzone hinzu.

3 - Die mittlere Schwarzphyllitzone bildet die Hangleiste der Karböden südwestlich über dem Nassfeld - Höllkar - Silberkarl - Röckkarl - Schlapperebenkar - Bräuwinkel. Das umlaufende Streichen (Muldenform) ist zwischen Riffel Scharte und Neuner Kogel einerseits und über die Tauscher Böden im Halbkreis um den Geisel Kopf andererseits sichtbar.

4 - Dolomitschollen Sehr deutlich finden wir den tektonischen Leithorizont zwischen mittleren Schwarzphyllit und Kalkglimmerschiefer-Grünschieferzone in der Mallnitzer Mulde entwickelt. Dieser Horizont ist durch reiche Dolomitführung, viel Quarzit und Granitgneislamellen ausgezeichnet. Im Bereich über dem Nassfeld stellen sich meist Quarzite zwischen dem mittleren Schwarzphyllit und den jäh aufragenden Kalkglimmerschieferwänden ein. Unter dem Keesauge findet sich auch Dolomit; am Riegel zwischen Silberkarl und Höllkar eine Granitgneislamelle. Bei der Riffel Scharte und Riffelhöhe einerseits und den Tauscher Böden andererseits biegt das Band in die SW-Flanke der Mallnitzer Mulde um. Im Gipfelgebiet - Schareck - Baumbach Spitze - Murauer Köpfe - findet sich zwischen Schwarzphyllit und Kalkglimmerschiefer eine reiche Quarzit - und Dolomitentwicklung. Am Schareck WNW-Grat treffen wir in dieser Serie eine Granitgneislamelle an. Siehe das Profil der Gipfelregion des - Schareck - . . .

5 - Kalkglimmerschiefer-Grünschiefer-Zone: Das dominierende Element sind die mächtigen Kalkglimmerschiefer mit den eingelagerten Grünschiefern und Serpentinen - Geisel Kopf - Sparanger Kopf - (1m) - Ritterkopf- und Edlenkopfgruppe (Rauris). Sie bilden die Muldenfüllung der Mallnitzer Mulde. Eine obere Schwarzphyllitzone findet sich nicht (wurde wahrscheinlich bereits abgetragen).

Gesteinsserien im Detail

Im SW-Schenkel der Mallnitzer Mulde verfolgen wir die Lamelle-4 von der Riffelhöhe zum Schareck-WNW-Grat, Baumbach-Spitze-S-Grat und Baumbach-Spitze-E-Flanke, Sparanger Kopf, Mittlerer und Vorderer Murauer Kopf, Geisel-Kopf-S-Grat und weiter nach Kärnten die S-Seite der Wasserfallwand, Zedölnik und Mauternitz-Scharte biszur S-Flanke der Lassacher Höhe. Der NW-Abschluss im umlaufenden Streichen der Muldenstruktur der Lamelle-4 wird durch das Quarzitband der Riffelhöhe dargestellt.
Im NE-Schenkel der Mallnitzer Mulde läuft die Lamelle-4 vom Kamm südwestlich Niedersachsenhaus zur N-Flanke und zum NE-Grat des Scharecks, unter dem Keesauge vorbei, an der Basis der Steilwände des Sparanger, der Murauer und der Geisel-Köpfe.

Gesteinsprofil : Hagener Hütte-Geiselkopf
Geiselkopf-Hagener Hütte - Gesteinsprofil - Original (Fig. 1) : Profil Gastein nach Christof Exner (1964)
Symbol-SchwarzphyllitSchwarzphyllit Symbol-KalkmarmorKalkmarmor Symbol-DolomitmarmorDolomitmarmor
Symbol-KalkglimmerschieferKalkglimmerschiefer Symbol-GlimmerschieferGlimmerschiefer Symbol-Dolomit / RauwackeDolomitbreccie ("Lias")
Symbol-GrünschieferGrünschiefer      
Geiselkopf-Hagener Hütte - Gesteinsprofil - Spiegelbild des Profils: Geiselkopf-Hagener Hütte

In der Mallnitzer Mulde erreicht das Kalkmarmorband der Hagener Hütte seine maximale Mächtigkeit (40 m) in der senkrechten Felswand zwischen Höll- und Silberkar. Dieser Marmor ist rein weiß und grobkörnig. Er endet ziemlich unvermittelt unter der Moräne des Röckkarls. Der Grünschieferzug streicht bis ins Gebiet der Hagener Hütte weiter und wird in seinem Hangenden von einem bloß 1-2 m mächtigen Kalkglimmerschieferband begleitet.
Unterhalb der Hagener Hütte liegt Glimmerschiefer; darüber Kalk-Dolomit-Marmor. Danach folgt Schwarzphyllit (sehr mächtig), Karbonatquarzit mit Dolomitlinsen ("Liasbreccie") 15m, Schwarzphyllit 10m, Karbonatquarzit 15m, Schwarzphyllit 20m, Albitporphyroblastenschiefer 2m, Quarzit 0,5m. Nach dem Kamm bei P.2569 begleitet uns am Weg auf den Geisel Kopf Kalkglimmerschiefer mit vereinzelt eingelagerten Grünschieferlagen und höher gelegen Dolomitbreccien.

Westlich des Hinteren Geisel-Kopfes ist das Gneisband 3 m mächtig und wird von "Trias" (Quarzit und Dolomitmarmor) begleitet. Es überschreitet den Hauptgrat am unbenannten Gipfel (Seehöhe 2840m) zwischen P.2822 und P.2888. Das Gestein ist hier Albit-Muskowit-Chloritgneis, ähnlich dem vom Mittleren Murauer Kopf. Man sieht das Gneisband in der steilen S-Flanke der Geisel-Köpfe weiterstreichen. Es wird von "Trias" begleitet. Vor allem im Mittelpfeiler, nördlich P.2692 ist es gut zu erkennen. Dann ist das Band am SSW-Grat des Vorderen Geisel-Kopfes (Touristensteig) mit Albitporphyroblastenschiefern aufgeschlossen. In der SSE-Flanke des Vorderen Geisel-Kopfes stellt sich auch wieder Augengneis ein. Der Hagener Weg quert den trotz der Hangrutschungen gut sichtbaren Gneiszug in Seehöhe 2620 m, in der Nähe des auf der topographischen Karte eingetragenen Wegweisers. Auch 200 m tiefer ist der Augengneis wiederum aufgeschlossen.

Gesteinsprofil : Höllkar-Teufelskirchen
Hölltor, Teufelskirchen - Gesteinsprofil - Original (Fig. 2) : nach Christof Exner (1964)
Symbol-SchwarzphyllitSchwarzphyllit Symbol-KalkmarmorKalkmarmor Symbol-DolomitmarmorDolomitmarmor
Symbol-KalkglimmerschieferKalkglimmerschiefer Symbol-GlimmerschieferGlimmerschiefer Symbol-Dolomit / RauwackeDolomitbreccie ("Lias")
Symbol-GrünschieferGrünschiefer Symbol-SerpentinPhyllonitischer Granitgneis Symbol-SerpentinGneislamelle
Symbol-GraphitquarzitrGraphitquarzit Symbol-QuarzitQuarzit   
Hölltor-Teufelskirchen, Gesteinsprofil - Spiegelbild des Profils: Höllkar-Teufelskirchen-Talboden Nassfeld

Die Felsstufe bei P.2347 im Höllkar besteht aus Schwarzphyllit (sehr mächtig), gefolgt von Albitporphyroblastenschiefer mit 1,5cm großen Albiten (3m), Phengit-Schachbrettalbit-Augengneis (8m) mit 7mm großen Mikroklin und Schachbrettalbit-Augen, Quarzit (2m), Dolomitmarmor (3m) und wieder Quarzit 1m, Kalkmarmor 2m. Zuletzt bildet Kalkglimmerschiefer die mächtige Steilwand.
An der W-Kante der Steilwand Teufelskirchen (Siglitz-Gneislappen) besteht die oberhalb des Kalkmarmorbandes liegende Gneislamelle-2 nur aus Prasinit (15m). Darüber lagert Graphitquarzit (2m), Schwarzphyllit (20m), Kalkglimmerschiefer (4m) und die mächtigen Schwarzphyllite unterhalb der Gneislamelle-4.
An der E-Kante der Steilwand Teufelskirchen wird Lamelle 2 über dem Höllkar-Wasserfall wiederum von Prasinit und Chlorit-Muskowit-Albitgneis aufgebaut. Das Profil lautet von oben nach unten: Mächtiger Schwarzphyllit (Karboden des Höllkares), Kalkmarmor (3m), Kalkglimmerschiefer (2m), Quarzit ("Trias"; 0,5m), Chlorit-Muskowit-Albitgneis (1,5m), Prasinit (1m) (=Lamelle-2), Schwarzschiefer (10m), Prasinit (15m), Graphitquarzit (2m), Granat-Muskowit-Chlorit-Chloritoidschiefer (35m), Muskowit-Chloritschiefer (5m), Kalkmarmor (mehrere Meterzehner mächtig, Wasserfall).

Gesteinsprofil : Röckkarl-Murauerkopf
Murauerkopf, Gesteinsprofil - Original (Fig. 3) : nach Christof Exner (1964)
Röckkarl, Gesteinsprofil - Original (Fig. 3) : nach Christof Exner (1964)
Symbol-Schwarzschiefer, SchwarzphyllitSchwarzschiefer
Schwarzphyllit
Symbol-KalkmarmorKalkmarmor Symbol-DolomitmarmorDolomitmarmor
Symbol-KalkglimmerschieferKalkglimmerschiefer Symbol-GlimmerschieferGlimmerschiefer Symbol-Dolomit / RauwackeDolomitbreccie ("Lias")
Symbol-GrünschieferGrünschiefer Symbol-SerpentinPhyllonitischer Granitgneis Symbol-SerpentinGneislamelle
Symbol-GraphitquarzitrGraphitquarzit Symbol-QuarzitQuarzit   
Murauerkopf, Gesteinsprofil - Spiegelbild des Profils: Murauerkopf
Röckkarl, Gesteinsprofil - Spiegelbild des Profils: Röckkarl

Der NE-Grat und Gipfel des Mittleren Murauer Kopfes besteht aus Granat-Muskowitschiefer (sehr mächtig), Epidosit (1m), Kalkmarmor 30m, Quarzit 0,5m, Granat-Biotit-Muskowit-Chloritschiefer mit Albitporphyroblasten 10m, Granat-Muskowit-Chloritschiefer 100m, Prasinit 15m (Lamelle 2), Graphitquarzit 2m, Schwarzphyllit 20m, Kalkglimmerschiefer 4m, Schwarzphyllit (sehr mächtig), Karbonatquarzit (8m) bei P.2392, Schwarphyllit 25m, Karbonatquarzit 6m, Schwarzphyllit 10m, Albitporphyroblastenschiefer 3m, Phengit-Schachbrettalbit-Augengneis 3,5m (=Gneislamelle-4), Quarzit 4m, Karbonatquarzit 4m, Quarzit 2m, Schwarzphyllit 10m, Kalkglimmerschiefer mit Grünschieferlagen (Steilwand, sehr mächtig, bis Gipfelplateau), Grünschiefer, Dolomitmarmor (1m), Karbonatquarzit 3m, kalkführender Schwarzphyllit 10m, Quarzit 6m, Granat-Muskowit-Chlorit-Plagiaplitgneis 10m (Gneislamelle-4), Schwarzphyllit 10m am Gipfel des Mittleren Murauer Kopfes P.2988, Kalkglimmerschiefer 40m bildet den Vorgipfel P.2983, Quarzit 0,5m, Schwarzschiefer, teilweise mit Porphyroblasten von Albit und Granat (mächtig).

Die Gneislamelle-4 zieht über die Wände östlich der Baumbach-Spitze unter das Schlappereben-Kees zur NW-Flanke des Sparanger Kopfes und unter P.2948 vorbei längs des Sparanger Kees zum Mittleren Murauer Kopf P.2988. Die Gneislamelle-4 ist im Profil des Mittleren Murauer Kopfes 10m mächtig. Hier findet sich Kalkglimmerschiefer im Schwarzschiefer unter der Lamelle-4. Nördlich um den Vorderen Murauer Kopf (P.2881) herum streicht Lamelle-4 in die W-Flanke des Hinteren Geisel-Kopfes (P.2886). Am Vorderen Murauer Kopf selbst schwebt eine kleine, von der Erosion verschonte Kappe aus eng gefaltetem Muskowitgneis mit 5mm großen Mikroklinaugen auf dem Schwarzschiefer, der am Grat bei P.2881 auch Dolomitbreccien führt. Das Gneisband ist an den Felsrippen über dem Schutt des Röck- und Silberkarls mehrfach aufgeschlossen.

Dann finden wir die Gneislamelle-1 am östlichen Ufer des Eis-Sees P.2776 und am Gipfel des Hinteren Murauer Kopfes P.2915 mit Amphibolit und Aplitgneis, im Kar südlich des Mittleren Murauer Kopfes, in der S-Flanke des Vorderen Murauer Kopfes mit Amphibolit, Aplit- und Migmatitgneis und südlich des Touristensteiges (nördlich P.2631).

Gesteinsprofil : Wasigerkopf-Sparangerkopf
Wasigerkopf-Sparangerkopf, Gesteinsprofil - Original (Fig. 4) : nach Christof Exner (1964)
Symbol-Schwarzschiefer, SchwarzphyllitSchwarzschiefer
Schwarzphyllit
Symbol-KalkmarmorKalkmarmor Symbol-DolomitmarmorDolomitmarmor
Symbol-KalkglimmerschieferKalkglimmerschiefer Symbol-GlimmerschieferGlimmerschiefer Symbol-PorphyroidPorphyroid
Symbol-GrünschieferGrünschiefer Symbol-SerpentinPhyllonitischer Granitgneis Symbol-SerpentinGneislamelle
Wasigerkopf-Sparangerkopf, Gesteinsprofil - Spiegelbild des Profils: Wasigerkopf-Sparangerkopf

Am Sparanger Kopf NE-Grat finden wir Granat-Muskowitschiefer und Porphyroid 10m mächtig auf SH 2200m gefolgt weiter nach oben wiederum Granat-Muskowitschiefer und Muskowitschiefer 35m und Kalkmarmor 1,5m auf SH 2225m. Es folgt wieder Granat-MuskowitSchiefer 60m, Muskowitschiefer 20m, Grünschiefer 12m auf SH 2282m, Schwarzphyllit, Quarzit 5m, Kalkglimmerschiefer und mächtigen Schwarzphyllit, der den Wasiger Kopf, P.2350 aufbaut. Weiter folgt Albitporphyroblastenschiefer 3m, Phengit-Mikroklinaugengneis 4m mit 5mm großen Mikroklinen (Gneislamelle-4 auf SH 2435), Karbonatquarzit mit Linsen von gelbem Dolomit 3m, Quarzit 3m, Kalkmarmor 0,75m, Schwarzphyllit 2m, Kalkglimmerschiefer 15m, Grünschiefer 2m auf SH 2480m, Kalkglimmerschiefer 15m, Grünschiefer 3m und letztlich Kalkglimmerschiefer (sehr mächtig, Steilwand).

Im Aufstieg von der Röck-Alm zum Oberen Burgstall folgt in Seehöhe 1995m über dem Siglitzgneis zunächst Schwarzschiefer (30m) und erst darüber der helle Granat-Muskowitschiefer. Porphyroid (metamorpher Quarzporphyr) bildet eine 10m mächtige Lage zwischen den Granat-Muskowitschiefern nördlich des Wasiger Kopfes, nördlich Röckkarl. Die Lokalität befindet sich 200 m nordwestlich P.2154, und zwar in Seehöhe 2150m. Ein verfallener Ochsenhalter-Unterstand ist an die aus Porphyroid bestehende Felswand angebaut (?).

Gesteinsprofil : Neuwirthsteig-(1m)
Neuwirthsteig-(1m), Gesteinsprofil - Original (Fig. 7) : nach Christof Exner (1964)
Symbol-Schwarzschiefer, SchwarzphyllitSchwarzschiefer
Schwarzphyllit
Symbol-KalkmarmorKalkmarmor Symbol-DolomitmarmorDolomitmarmor
Symbol-KalkglimmerschieferKalkglimmerschiefer Symbol-GlimmerschieferGlimmerschiefer Symbol-Dolomit / RauwackeDolomitbreccie ("Lias")
Symbol-GrünschieferGrünschiefer Symbol-SerpentinPhyllonitischer Granitgneis Symbol-SerpentinGneislamelle
Neuwirthsteig-(1m), Gesteinsprofil - Spiegelbild des Profils: Neuwirthsteig-(1m)

- Schareck-NE-Grat (Neuwirt-Weg) mit der Gneislamelle-2 aus Schachbrettalbit-Augengneis (7m); darüber folgt Schwarzschiefer (15m); darüber Prasinit (3m) und wieder Schwarzphyllit, Biotit-Albitgneis und Chlorit-Albitschiefer (10m); darüber Schwarzphyllit (1m), karbonathältiger Knollenquarzit (? Gerölle; 1m mächtig), gelber Dolomitmarmor (0,1m) und Rauwacke (0,1m); darüber Granat-Muskowitschiefer (1,5m), Kalkglimmerschiefer (2m) und darüber die mächtigen Schwarzphyllite ("Riffelschiefer"). Es handelt sich also wieder um genetisch dubiose Gneise (Lamelle-2) mit überlagernder "Trias", eventuell "Quartenschiefer" (Granat-Muskowitschiefer), "Lias" (Kalkglimmerschiefer) und darüber mächtige Schwarzphyllite. Als Einschaltung im Schachbrettalbit-Augengneis auf SH 2418m (die Schachbrettalbite erreichen 1,2 cm Länge) beobachtet man kleinkörnigen, fuchsit - und turmalinführenden Biotit - Plagioklasgneis. Der genannte und oben beschriebene Schachbrett-Albitaugengneis steht genau an der Stelle des Schareck-NE-Grates an, wo der markierte Neuwirt-Alpenvereinssteig den Grat erreicht.
- Gesteinsschichten im Detail:
SH 2390m : Granat-Chloritoid-Muskowitschiefer, Graphitquarzit 1,5m, Prasinit 6m, Muskowit-Chloritschiefer 8m,
SH 2418m : Schachbrettalbit-Augengneis (7m) mit 1cm großen Schachbrettalbiten Gneislamelle-2 (wo der Neuwirt-Weg den Kamm erreicht). es folgt weiter nach oben Schwarzphyllit 15m, Prasinit 3m, Schwarzphyllit.
SH 2445m : Biotit-Albitgneis (10m) mit Chlorit-Albitschiefer, ebenfalls Gneislamelle-2 (die kleine Verwerfung lässt den NW-Flügel 4m absinken). Aufgelagert wiederum Schwarzphyllit 1 m, karbonathältiger Knollenquarzit (? Gerölle) 1 m, Dolomitmarmor 0,1m, Rauwacke 0,1m, Granat-Muskowitschiefer 1,5m, Kalkglimmerschiefer 2 m und wieder Schwarzphyllit (sehr mächtig).
SH 2585 m : auf Kalkglimmerschiefer 1,5m, Albitporphyroblastenschiefer 0,2m folgt Phengit-Mikroklinaugengneis (8m) mit 5mm großen, z. T. schachbrettalbitisierten Mikroklinen (=Gneislamelle 4), weiter Quarzit 1,5m, Dolomitmarmor 0,5m, farbloser, grobkörniger Kalkmarmor 1m, Quarzit 2m, Kalkmarmor 1,5m, Dolomitmarmor 0,1m, Quarzit 0,3m, Dolomitmarmor 0,2m, Quarzit 0,5m, Karbonatquarzit 10m, Kalkglimmerschiefer 10m, Grünschiefer mit dunklen Flecken (? Hornblende) 3m, Kalkglimmerschiefer 3m,
SH 2628m (Steinmandl) mit Grünschiefer und Kalkglimmerschiefer (sehr mächtig),
SH 2685m Serpentin mit Aktinolith- und Talkschiefer 5m auf einer Seehöhe von 2685m, Kalkglimmerschiefer,
SH 2760m Quarzit-Dolomitmarmor-Rauwacke-Schwarzphyllit-Serpentin 10m, Kalkglimmerschiefer,
SH 2815m Grünschiefer 1 m, Dolomitmarmor 0,3m, Muskowitschiefer mit Albitporphyroblasten 6m, Schwarzphyllit 4m, Aktinolith- und Talkschiefer (Serpentinbegleitgesteine) 1 m, Grünschiefer 25m, Ophikalzit 4m, Grünschiefer 15m, Kalkglimmerschiefer 10m, Grünschiefer 2m, Schwarzphyllit 3m, Kalkglimmerschiefer 2m,
SH 2860m (Steinmandl) Grünschiefer 3m, Kalkglimmerschiefer 3m, Schwarzphyllit 40m, Kalkglimmerschiefer 5m, Schwarzphyllit 5m, Kalkglimmerschiefer (mächtig, Gipfelturm), Serpentin 0,5m, Schwarzphyllit 2m, Kalkglimmerschiefer 5m, Serpentin 2m, Kalkglimmerschiefer 3m
SH 2962m Quarzit, Kalkglimmerschiefer (1m), und Kalkphyllit unter dem Schareck-Kees.

- S-Flanke des Siglitz-Tales mit der Lamelle 2 nördlich von P.2418 (keine Skizze):
Die Gneislamelle besteht aus Biotitgneis, Augengneis und Prasinit in folgendem Schichtverband (von oben nach unten):
SH 2418m : mächtige Schwarzphyllite ("Riffelschiefer"), dann tiefer gelegen Schwarzphyllit mit Quarzitlagen (4 m), Schwarzphyllit (3m).
SH 2405m : Kalkschiefer (3m), Schwarzphyllit (3m), Augengneis (1m), Prasinit (2,5m), Augengneis (3m), Biotitgneis (0,3m), Schwarzschiefer (30m), Prasinit mit Karbonatschwielen (6m), Graphitquarzit (2m) und bei
SH 2340m : mächtige Chloritoid-Granat-Muskowitschiefer.

- Schlapperebenkar unter dem Keesauge (keine Skizze): Muskowitschiefer (mächtig, unterer Karboden), Schwarzschiefer 15m,
SH 2235m (Karstufe) Albitgneis 3m, Chloritschiefer mit Albitporphyroblasten 3m, Graphitquarzit 2m, Prasinit 4m, Epidosit 0,3m, Quarzit 0,5m, Rauwacke 0,1m, Karbonatquarzit 3m, Dolomitmarmor 0,1m, fuchsitreicher Karbonatquarzit 3m, Kalkglimmerschiefer 4m,
SH 2260m : Schwarzphyllit (mächtig im oberen Karboden), Albitporphyroblastenschiefer 2m,
SH 2415m : Phengit-Schachbrettalbit-Augengneis mit 1,7 cm großen Schachbrettalbiten 2m, Karbonatquarzit 3m, Quarzit mit Kalkglimmerschiefer 3m, Schwarzphyllit 12m, Kalkmarmor 0,1m, Dolomitschiefer 0,15m, Rauwacke 0,1m, Quarzit 0,3m, Rauwacke 0,1m, Schwarzphyllit 2m, Kalkmarmor 0,2m, Dolomitmarmor 0,1m, Kalkmarmor 0,2m, Dolomitmarmor 0,2m, Kalkmarmor 0,1m, Dolomitmarmor 0,5m, Kalkmarmor 1,5m, Dolomitmarmor 0,5m, Kalkmarmor 0,3m, Dolomitmarmor 0,1m, Gneis 1m, Albitporphyroblastenschiefer 2m, Schwarzphyllit 0,5m,
SH 2440m : Grünschiefer 15m,
SH 2549m : Kalkglimmerschiefer (sehr mächtig) = Steilwand des Keesauges bei P.2549.

- Schareck N-Flanke, am Grat nordwestlich P.2707 (keine Skizze):
Schwarzphyllit (sehr mächtig), Chloritmuskowitschiefer mit Albitporphyroblasten 3m, Phengit-Schachbrettalbit-Augengneis mit 5 mm großen Schachbrettalbiten 2,5m (=Gneislamelle-4), Quarzit 0,3m, Rauhwacke 0,1m, Kalkglimmerschiefer 20m, Grünschiefer 3m, Kalkglimmerschiefer (sehr mächtig, teilweise überhängende Steilwand).
- Schareck N-Flanke, am Grat südlich P. 2418 (keine Skizze):
SH2418m : Schwarzphyllit (sehr mächtig, P. 2418), Albitporphyroblastenschiefer 2 m,
SH 2600m : Phengit-Mikroklinaugengneis 8m (=Gneislamelle-4), Quarzit 1m, Dolomitmarmor 0,5 m, Quarzit 0,75m, Phengit-Mikroklinaugengneis 4m (ebenfalls Gneislamelle 4), Quarzit 0,3m, Dolomitmarmor 0,5m, Kalkglimmerschiefer (mächtig, Steilwand).

Gesteinsprofil : Schareck-Baumbachspitze-Strabeleben-Sparanger Kopf
Schareck-Baumbachspitze-Strabeleben, Gesteinsprofil - Original (Fig. 8) : nach Christof Exner (1964)
Symbol-Schwarzschiefer, SchwarzphyllitSchwarzschiefer, Schwarzphyllit Symbol-KalkmarmorKalkmarmor Symbol-PorphyroidPorphyroid
Symbol-KalkglimmerschieferKalkglimmerschiefer Symbol-GlimmerschieferGlimmerschiefer Symbol-Amphibolit, ParagneisAmphibolit, Paragneis
Symbol-GrünschieferGrünschiefer Symbol-SerpentinPhyllonitischer Granitgneis Symbol-GneislamelleGneislamelle
Symbol-GraphitquarzitrGraphitquarzit Symbol-QuarzitQuarzit   
Schareck-Baumbachspitze-Strabeleben, Gesteinsprofil - Spiegelbild des Profils: Schareck-Baumbachspitze-Strabeleben


SH 3020m - Am Schareck-WNW-Grat - 15m über P.3005 - stellt sich Phengit-Mikroklinaugengneis mit 2mm großen Mikroklinaugen ein. Dabei handelt es sich um stark pleochroitischen Phengit (nicht um Muskowit). - Die Lamelle-4 findet sich am SSE-Grat der Baumbach-Spitze wieder. Das Profil zeigt 1,5m mächtigen Phengit-Mikroklinaugengneis zusammen mit "Trias" an der Basis des Quarzitzuges. Die Mikroklinaugen sind 4mm groß (perthitfrei). Etwas Biotit ist vorhanden. Die Kristallisation des Albits und des Phengits überdauerte die Rotatlonstektonik. Hingegen ist K-Feldspat älter als die Walztektonik.
In der streichenden Fortsetzung baut die Gneislamelle-1 den Gipfel des Herzog Ernst, die Felseninsel im Wurten-Kees, den Grat P.3012 nördlich der Strappeleben-Spitze, P.3020 östlich Weinflaschen-Kopf und den Gipfel der Schlappereben-Spitze P.2973 auf. Auf der Schlappereben-Spitze ist die Gneislamelle-1 insgesamt 50m mächtig.
- SSE-Grat der Baumbach-Spitze wird von mächtigem Schwarzphyllit - P.3020 (Kuppe im Schwarzschiefer) - aufgebaut. Es folgen Prasinit 1m, Chlorit-Muskowit-Chloritoidschiefer 0,3m, Schwarzphyllit 0,4m, Albitporphyroblastenschiefer 0,4m, Schwarzphyllit 0,4m, Phengit-Mikroklinaugengneis mit 0,5cm großen Mikroklinen 1,5m (=Gneislamelle-4), Biotit-Muskowitschiefer 0,5m, Rauhwacke Im, Dolomitmarmor 0,5m, Schwarzphyllit 0,5m, Quarzit 6m (Steilwand).

Gesteinsprofil : Neunerkogel-Herzog Ernst
Neunerkogel-Herzog Ernst, Gesteinsprofil - Original (Fig. 8) : nach Christof Exner (1964)
Symbol-Schwarzschiefer, SchwarzphyllitSchwarzschiefer, Schwarzphyllit Symbol-KalkmarmorKalkmarmor Symbol-PorphyroidPorphyroid
Symbol-KalkglimmerschieferKalkglimmerschiefer Symbol-GlimmerschieferGlimmerschiefer Symbol-Amphibolit, ParagneisAmphibolit, Paragneis
Symbol-GrünschieferGrünschiefer Symbol-SerpentinPhyllonitischer Granitgneis Symbol-GneislamelleGneislamelle
Neunerkogel-Herzog Ernst, Gesteinsprofil - Spiegelbild des Profils: Neunerkogel-Herzog Ernst

Am Verbindungsgrat Schareck-Herzog Ernst und südlich vom Neuner-Kogel besteht die Lamelle-2 aus Amphibolit. Die Gneislamelle-1 baut den Gipfel des Herzog Ernst auf. Auf der Schlappereben-Spitze ist die Gneislamelle-1 50m mächtig. Sie besteht in ihrem südlichen Teil aus Amphibolit (20m) und in ihrem nördlichen Teil aus Granitgneis, Aplitgneis und hybridem Streifengneis (30m).

Gesteinsprofil : Riffelhöhe-Filzenkempfelsen
Riffelhöhe-Filzenkempfelsen, Gesteinsprofil - Original (Fig. 8) : nach Christof Exner (1964)
Symbol-Schwarzschiefer, SchwarzphyllitSchwarzschiefer, Schwarzphyllit Symbol-KalkmarmorKalkmarmor Symbol-PorphyroidPorphyroid
Symbol-KalkglimmerschieferKalkglimmerschiefer Symbol-GlimmerschieferGlimmerschiefer Symbol-Amphibolit, ParagneisAlbitporphyroblastenschiefer und
kleinkörniger, mikrokliner Phengitgneis
Symbol-GrünschieferGrünschiefer Symbol-SerpentinPhyllonitischer Granitgneis Symbol-GneislamelleGneislamelle
Riffelhöhe-Filzenkempfelsen, Gesteinsprofil - Spiegelbild des Profils: Riffelhöhe-Filzenkempfelsen

Die - Riffelscharte - nördlich vom Niedersachsenhaus wird von Schwarzphyllit aufgebaut. Am Kamm - südlich vom Niedersachsen-Haus - folgt dem Schwarzphyllit ein Albitporphyroblastenschiefer 2m, dann Augengneis 2m, welche der Gneislamelle-4 entspricht, dann Kalkglimmerschiefer 4m, Grünschiefer 8m und Kalkglimmerschiefer ab P.2512. Bei P.2562 kommt eine Grünschieferlage zum Vorschein. Bei der Riffelhöhe durchbricht die Gneislamelle-4 den Kalkglimmerschiefer.

Am nordöstlichen Sporn des - Filzenkempfelsens - liegt die Gneislamelle-2 - welche aus 5m mächtigem Biotit-Albitgneis besteht mit darüber liegend Prasinit (2m) und darauf aufliegend ein 0,75m mächtiger, boudinagierter, gelbem "Trias"-Dolomitmarmor. Darüber liegt Schwarzphyllit (1m), Kalkglimmerschiefer (4m) und die mächtigen Schwarzphyllite ("Riffelschiefer" der Riffel-Scharte beim Niedersachsen-Haus). Die "Äquivalente der Angertalmarmore" knapp über dem Neubaugneis im Profil vom Herzog Ernst zum Niedersachsen-Haus entsprechen unserem Kalkglimmerschiefer über der Gneislamelle-2. Diese Lamelle-2 ist auch beim Hermann-Bahlsen-Weg und in der Steilwand der Karstufe unter dem Bräu-Winkel aufgeschlossen.
In der Schlucht des Gletscherbaches (Bräuwinkel) steht in SH 2170m Amphibolit (10m mächtig), darüber Gneis (3m), darüber Kalkglimmerschiefer mit 1,5m dicken Dolomitmarmorlinsen ("Trias") an.
Die Fortsetzung der Schieferserie im Hangenden der Gneislamelle-2 verläuft über den Neuner-Kogel, Schareck-West-Grat zum Filzenkempfelsen-Niedersachsenhaus, über die Karböden des Schlappereben-, Rock-, Silber- und Höll-Kares zu den Tauscher Böden und in die Hänge des Mallnitz-Tales. Auffallend ist die Mächtigkeitszunahme der Schwarzphyllite ("Riffelschiefer" M. STARKS). Diese sind im Gegensatz zu manchen Schwarzschiefern der autochthonen Sonnblickschiefer und der mit Lamelle-1 verbundenen Schiefer niemals aplitisch injiziert oder migmatisch umgewandelt. Häufig führen sie Albitporphyroblasten.

Die Gneislamellen g2 und g4 lassen sich im Siglitztal bzw. der Nordflanke des Scharecks verfolgen, also im Nordostschenkel der Mallnitzer Mulde. Im Anstieg zum Niedersachsenhaus verlassen wir auf etwa 2120 m Seehöhe entsprechend der Trogschulter des Siglitztales den Touristensteig, um danach unterhalb der Schlucht des Gletscherbaches, welcher dem Bräuwinkel entspringt, diesen zu queren und in südlicher Rixchtung den Anstieg bis zum Fuß der Steilwand des Scharecks auf 2600m Seehöhe anzugehen. Dabei bietet sich ein gut aufgeschlossenes Profil an, auf einen nach N-S verlaufenden Rücken, welches Ch. Exner wie folgt beschreibt: "Auf den "jungpaläozoischen" Serizit-Chloritschiefern mit Porphyroblasten von Granat und Chloritoid lagert eine komplex zusammengesetzte Schuppenzone (Gneislamelle 2) mit Biotitgneis, Augengneis, Prasinit und Kalkschiefern. Darüber folgen die Schwarzphyllite der Riffelscharte und darüber Gneislamelle 4 mit Albitporphyrablastenschiefern (2 m), Phengit-Mikroklinaugengneis (8m); darüber "Trias" mit Quarzit (1m), gelb anwitterndem Dolomitmarmor (0,5 m), Quarzit (0,75 m); dann abermals eine Schuppe der Gneislamelle 4 (Phengit-Mikroklinaugengneis, 4 m) mit "Trias" (Quarzit 0,3 m, Dolomitmarmor 0,5 m), und darüber die mächtigen Kalkglimmerschiefer mit Grünschieferbändern der Schareck-Steilwand."

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Karte Schareck, Gasteinertal Karte Mallnitzer Tauern, Gasteinertal
Schareck Mallnitzer Tauern

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Anmerkung: Beschreibungen und Textstellen der Geologie von Gastein wurden überwiegend dem Buch
"Erläuterungen zur Geologische Karte der Umgebung von Gastein" von Christof Exner, Wien 1957 - entnommen.
Falschinterpretationen nicht ausgeschlossen. Beschreibung ohne Gewähr.

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© 2005 (Rev. 2019) by Anton Ernst Lafenthaler
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