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Westflanke Gasteinertal - Detail |
Die Baukarlscharte (Silberkarscharte) liegt auf 2.492 m Seehöhe und gilt, von der Bockhartscharte
kommend als Übergang in die - Erzwies - und/oder ermöglicht den Aufstieg auf den
Silberpfennig. Im südlichen Teil des Baukarl wie besonders der Erzwies sind die Gesteine vererzt.
Hier sind es bevorzugt Kupfer, Silber, Blei Arsen und Zink. Eisenminerale sind hier reichlich vorhanden,
wobei aber die Carbonate gegenüber den Sulfiden überwiegen.
Im obersten Baukarl knapp unterhalb der Scharte wurden reiche Golderze gebrochen.
Sie müssten in den Hochstegenkalken recht genau an der Grenze zu den unterlagernden Gneisen gelegen haben.
Geht man nun von der Baukarlscharte den Grat nach Westen richtung Bockhartscharte, so kann
man die unteschiedlichen Kalkmarmorschichten und Glimmerschiefer gut erkennen.
Auf der Kuppe liegt ein Konglomeratgneis als Teil der Durchgangalm Decke . . .
Dem Gneis beiderseits der Bockhartseen liegen hoch oben abwechselnd Glimmerschiefer und Kalkmarmore
auf. In Höhe der Baukarlscharte (siehe Skizze) findet sich auch Quarzit.
Beim Eintritt des Goldquarzganges aus dem Granitgneis in den Kalkmarmor der Tauernschieferhülle
stellt sich örtlich ein charakteristischer Wechsel in der Erzführung des betreffenden Ganges ein.
Der westliche Goldquarzgang des Bockharttales und südlich der Baukarlscharte ist ein klassisches
Beispiel. Er verläuft oberflächlich durch die beiden Bergwerkshalden, die vom oberen Bockhartsee
zur Baukarlscharte ziehen. Steigt man vom oberen Bockhartsee (P.2070), am Giftbrünnl vorbei, die
Bergflanke direkt zur Baukarlscharte an, so trifft
man unter der Baukarlscharte den charakteristischen Wechsel in der Zusammensetzung der
Bergwerkshalden. An Stelle des Pyrits und Arsenkies des bis hierher verlaufenden Goldquarzganges
treten nun Siderit, Manganspat und Galmei, die metasomatisch den Kalkmarmor bei der Baukarlscharte
verdrängen.
Siderit und Manganspat wandelten sich in der Oxidationszone zu Brauneisenstein und Pyrolusit um.
Der Pyrolusit bewirkt die auffallenden Schwarzfärbung der alten Bergwerkshalden.
Weiter ist dieser Vererzungstypus dann jenseits der Baukarlscharte in der streichenden
Fortsetzung des Ganges im Kalkmarmor der Erzwies längs der alten Schachthalden vorzüglich
beobachtbar.
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| Tafel VI - Detailprofil aus der sedimentären Randzone im NW des Hochalm-Ankogel-Massivs - Christof Exner (1956) |
1 a – Granitgneis, 1 b - phyllonitisierter, granitischer Gneis, 2 a – Granatmuskovitglimmerschiefer,
2 b – dunkler Phyllit mit Granat, 3 a – Serizitchloritquarzit, 3 b – Quarzit,
5 – Kalkmarmor, 6 - Kalkglimmerschiefer
| Gneis | Quarzit | Kalkmarmor | |||
| phyllonisierter, granitischer Gneis | Glimmerschiefer | Kalkglimmerschiefer |
Bild anklicken . . .
| Kalkmarmor | Glimmerschiefer | Gneis | Minerale |
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... zur Wanderkarte ...
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| Baukarlscharte |
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Anmerkung: Beschreibungen und Textstellen der Geologie von Gastein wurden überwiegend den Publikationen von Christof Exner entnommen, der als Geologie von 1946 bis 1955 in Gastein wissenschaftlich tätig war.
| Geologie : Tauernfenster - | ![]() |
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Geologie der Zentralalpen/Gasteinertal: Gesteinsprofil - Baukarlscharte
© 1.7.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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