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Tp7 - Zentralalpen/Gasteinertal: Profil - Heidentempel / Granosyenitgneis, Kalkmarmor
Geologie, Gasteinertal   Ostflanke - Detail

Hohe Tauern . Gasteinertal

Heidentempel

... Ostflanke Gasteinertal - Detail ...

In der Kötschachtal-Nordflanke findet man Siglitzgneis, wo er als augig-fasriger Gneis mit viel Muskovit und ohne Kalifeldspatgroßindividuen unter den Glimmerschiefern im Wildbachtrichter südlich des - Flugkopfes - ansteht. Zwischen Schönweid Kogel und dem Kalkmarmorband südlich Heidentempel bildet der Siglitzgneis eine etwa 200 m dicke Lamelle. Das weithin sichtbare Kalkmarmorband südlich vom Heidentempel schwillt lokal bis zu 20 m an.
In der Scharte südöstlich Heidentempel (Weg Richtung Glaserer) ist es bloß 8 m dick und zeigt vom Hangenden zum Liegenden folgenden Aufbau:

  • Fasriger Siglitzgneis (tektonische Lamelle)
  • phyllonitischer Gneis (20 m)
  • Serizitphyllit (0,2 m)
  • Serizitquarzit (0,2 m)
  • Quarzlagergang (0,05 m)
  • farbloser Kalkmarmor (1 m)
  • grauer Kalkmarmor mit Zwischenlagen farblosen Kalkmarmors (7 m)
  • Serizitphyllit (1 m)
  • porphyrischer Granitgneis des Hölltorkernes

Nördlich des Hochalm-Ankogel-Massivs befinden sich zwischen dem Gasteiner- und Großarltal zwei Gneislamellen, die ebenfalls aus Granosyenitgneis mit basischen Fischen (Diorite, Floitite, Amphibolite) und Apliten bestehen. Es handelt sich um die Flugkopfdecke und die Pitzachalm Decke. Größtenteils ist das Gestein stark verschiefert und der Kalifeldspat in Schachbrettalbit umgewandelt. Es finden sich auch die typischen beinahe regellos körnigen Granosyenitgneise wie sie in der Romatedecke vorhanden sind, wie z.B. am Kamm zwischen - Heidentempel - und Rosskar Kogel. Die Übergänge vom gewöhnlichen Granosyenitgneis zu feinschiefrigen Biotit-Epidot-Gneisen, in denen der gesamte Kalifeldspat schachbrettalbitisiert ist, können an vielen Stellen beobachtet werden.
Nachfolgend das Detailprofil vom Rosskarkogel zum Heidentempel, wobei ab P.2209m dem granosyenitischen Gneis bis P.2226m der Muskovitglimmerschiefer mit Porphyroblasten von Chlorit, Chloritoid und Albit; Serizitphyllit, Serizitchloritphyllit und Graphitphyllit folgt. Die Anhöhe des Heidentempel besteht aus phyllonitisiertem Granit- und Albitgneis.

Heidentempel, Gasteinertal - Profil
Tafel VII - Detailprofil der sedimentären Randzone nördl. des Hochalm-Ankogel-Massiv
nach Ch. Exner

1 a - Granitgneis, 1 b - phyllonitisierter Granit- und Albitgneis, 1 c - granosyenitischer Gneis, 1 d - Amphibolitschollen im Granosyenitgneis,
2 - Muskovitglimmerschiefer mit Porphyroblasten von Chlorit, Chloritoid und Albit; Serizitphyllit, Serizitchloritphyllit und Graphitphyllit
3 a - Quarzit, 3 b - Serizitchloritquarzit, 4 - Dolomitmarmor, 5 - Kalkmarmor, 6 - Kalkglimmerschiefer
8 - Grünschiefer 9a - Schwarzphyllit mit Albitporphyroblasten 9b - Schwarzphyllit, 9c - Schwarzphyllit mit Granitphyllit

GneisGneis KalkglimmerschieferKalkglimmerschiefer AltkristallinAltkristallin
KalkmarmorKalkmarmor SchwarzphyllitSchwarzphyllit DolomitDolomit
granosyenitischer Gneisgranosyenitischer Gneis QuarzitQuarzit   
phyllonisierter, granitischer Gneis phyllonisierter, granitischer Gneis GlimmerschieferGlimmerschiefer   

. . . Gesteinsschichten im Detail . . .

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. . . Wanderkarte . . .

Wanderkarte, Badgastein O
Heidentempel

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Anmerkung: Beschreibungen und Textstellen der Geologie von Gastein wurden überwiegend den Publikationen von Christof Exner entnommen,
der als Geologie von 1946 bis 1955 in Gastein wissenschaftlich tätig war.

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Geologie der Zentralalpen/Gasteinertal
Profil - Heidentempel / Granosyenitgneis, Kalkmarmor
© 12.3.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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