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Tp91 - Zentralalpen/Gasteinertal: Nordrahmenzone der Hohen Tauern
Geologie, Gasteinertal   Nordrahmenzone Ost
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Hohe Tauern . Gasteinertal

Nordrahmenzone Ost

... Klammstein ...

Der in der Gasteiner Klamm noch geschlossen scheinende Klammkalk spaltet sich gegen Osten in 3 Züge auf. Der nördliche Zug zieht von der Gasteiner Klamm über den Luxkogel zur Höllwand (Großarl). Den mittleren Zug bildet die Verbindung Brandstatt Heim Alm - Seekopf - Kote 2042. Der südliche Zug geht über das Hörndl zum Austuhl und Breitenebenwald.
Im allgemeinen fallen die Klammkalke mit welligen Schichtflächen steil nach Norden, doch zeigen mächtigere Komplexe geschlossenes Südfallen, wie z. B. das Gebiet der Entrischen Kirche bei Klammstein, der Südabfall des Hasseck und der Bereich südlich der Herzog Alm.

Als Klammkalke werden hellgraue bis schwarze, manchmal auch grünliche Kalke bezeichnet, die durch stärkere Wechsellagerung von ehemals tonig-mergeligem Sediment in ausgesprochene Plattenkalke und blättrige Kalkschiefer überleiten. Eine eigentümliche Sonderart ist eine rosa-gelbgraue Bänderung im mm-Rhythmus, während die hell-dunkelgraue Bänderung des Klammkalkes den Normalfall darstellt. Unterlagert werden die Klammkalke von Serizitquarzschiefern im Westen und von Grünschiefer im Osten. Weiße, m-mächtige Kalkmarmorbänder und Linsen sind Entpigmentisierungserscheinungen der Metamorphose.

Der nördliche und mittlere Klammkalkzug

Hier sollen die Gesteinsarten auf dem Weg von Klammstein über die Klammalm zum Hasseck und Luxkogel bzw. Richtung Obere Raineralm und Seekopf beschrieben werden. Dabei sind folgende Gesteinsarten anzutreffen:
Grünschiefer, Schwarzphyllit, Serizitquarzschiefer und letztlich Klammkalk. Der Gamsgraben, sowie der Weg zur Entrischen Kirche ist von Gehängeschutt erfüllt.

Klammstein/Gasteinertal
Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt 1980, Band 123/2 - Geologische Karte, Nordrahmenzone - Farbcode
Steinbruch Klammstein . Raineralm . Klammalm . Hasseckalm

- Klammberg Der nördliche Klammkalkzug zieht von der Gasteiner Klamm über den Luxkogel zur Höllwand Die Mächtigkeit dieses Klammkalkes lässt erahnen, dass hier eine gewaltige tektonische Anschoppungen stattgefunden haben könnte. Die Brandstatt Heimalm (Klammalm) liegt bereits im mittleren Klammkalkzug. Beginnend vom Parkplatz Klammstein geht es über Gehängeschutt direkt hinauf zur Entrischen Kirche - eine Karsthöhle im Klammkalk. Hier fallen die Klammkalke mit welligen Schichtflächen steil nach Süden. Der Weg bis auf die Brandstattalm auf 1.380 m gelegen (Klammalm), liegt gänzlich im Klammkalk.

- Steinbruch Klammstein: Oberhalb vom Steinbruch Klammstein liegt die Übergangszone Klammkalk - Serizitquarzschiefer frei, etwa bei der Spitzkehre der Forststraße im Gamsgraben (ca. 1.000m). Der Serizitquarzschiefer mit Feinbrekzien reicht bis etwa 1.200 m Seehöhe. Danach folgt die Klammkalkwand des mittleren Klammkalkzuges. Bei der Südeinfahrt Klammstein steht Grünschiefer an, welcher nach Osten bis zur Unteren Raineralm (1.320 m Sh) reicht.

- Weg von der Oberen Raineralm zur Hasseckalm: Die Obere Raineralm liegt auf ca. 1.720 m SH und befindet sich im Gehängeschutt. Die Felswand östlich auf etwa 2.000 m SH besteht im südlichen Teil aus Serizitquarzschiefer und Feinbrekzien und weiter nördlich aus Klammkalk (Seekopf). Am Weg Richtung Hasseckalm queren wir erst die Klammkalke, dann folgt Schwarzphyllit. Die Hasseckalm selbst und der Luxkogel liegen wieder in den Klammkalken, welche nördlich anschließen.


. . . Gesteinsschichten im Detail . . .

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. . . Steinbruch Klammstein . . .

Klammberg, Klammkalk Steinbruch Klammstein, Klammkalk Serizitquarzschiefer, Klammstein Mittlerer Klammkalkzug, Gasteinertal
Klammberg 1.000 m 1.100 m 1.250 m

. . . Wanderkarte . . .

Wanderkarte, Klammstein Ost
Gasteiner Höhe

Die Beschreibung der Geologie des Gasteinertales und deren Gesteinsvorkommen ist ohne Gewähr.
Fehlbestimmungen der Gesteine bzw. ungenaue Angaben zur Gesteinszusammensetzung
können nicht ausgeschlossen werden.

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Anmerkung: Beschreibung, Textstellen und Bilder der Geologie von Gastein wurden hier überwiegend dem Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt 1980, Band 123 - "Geologie der Nordrahmenzone der Hohen Tauern" von Helmut Peer und Wolfgang Zimmer entnommen.

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Geologie der Zentralalpen/Gasteinertal
Nordrahmenzone der Hohen Tauern
© 12.3.2013 by Anton Ernst Lafenthaler
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