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Tp91 - Zentralalpen/Gasteinertal: Nordrahmenzone der Hohen Tauern
Geologie, Gasteinertal   Nordrahmenzone Ost
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Hohe Tauern . Gasteinertal

Nordrahmenzone Ost

... Mayerhoferalmen ...

Der mit grobklastischen Komponenten verunreinigte Schwarzphyllit - Sandiger Schwarzphyllit- turbiditisch - setzt als geschlossener Komplex in Sh 1.300 m in der Kehre des Mayerhofer Alm Weges ein und kann entlang desselben bis 1.420 m verfolgt werden, wo er dann von hellgrünen, bräunlichen, klastikaführenden Quarzserizitphylliten überlagert wird. Die Liegendgrenze ist unscharf, sie erweckt den Eindruck eines faziellen Überganges aus grünem, geröllführenden Quarzserizitphyllit, der ab Sh 1.280 m, nördlich der Thorbauern Heim Alm, auf eine Länge von 170 m aufgeschlossen ist.
Unmittelbar östlich der oben erwähnten Kehre findet man im Verband mit diesen geröllführenden Schwarzphylliten Muskovit-führende Sandsteinbänke. Dieser Sandstein ist auch im Schwarz Bach auf 1.370 m in Wechsellagerung mit Schwarzphylliten und grünen Phylliten zu finden. Zum Hangenden hin schalten sich noch geringmächtige Kalklagen und weiße Marmorbänder ein.
Grünschiefervorkommen, die im Bereich der Sandstein-Breccienzone liegen finden wir im Kranzl Bach auf 1.080 m Seehöhe bis zur Rodelberg Heim Alm. Zwei giftig gelbgrüne, quarzreiche Grünschieferlagen im Hangenden einer Dolomitbreccienbank liegen konkordant in grauen und grünen quarzreichen Phylliten des Kendlach Grabens (Sh 1640m und 1695m). Übergänge in Phyllite sind vorhanden.

Karbonatführende Quarzphyllite stehen südöstl. der Mitter Heim Alm in Sh 1.420 m an, ferner am Lenzbauern Alm Weg, unmittelbar unterhalb (südlich) der Lenzbauern Alm und NE Kote 1181 in Sh 1.320 m. Das letztgenannte Vorkommen bildet das Liegende jenes Quarzitzuges, der den südlichen Klammkalkzug unterlagert.
Ferner sind am Lenzbauern Alm Weg Grünschieferlagen in Begleitung ihrer Tuffe vorhanden, die in den Quarzphylliten sedimentär verschwinden, zum Teil auch deren beträchtlichen Epidot- und Chloritgehalt verursachen (Lenzbauern Alm Weg, Sh 1510m). Am Lenzbauern Alm Weg existiert in Sh 1.510 m ein Übergang von tuffitischen Quarzphylliten (Chlorit-Epidot-Aktinolith führend) zu normalen Chloritquarzphylliten, die stellenweise Einschaltungen von dunkelgrauen Arten aufweisen, die man als quarzreiche Schwarzphyllite ansprechen könnte. Der Farbton variiert je nach Chloritgehalt im unterschiedlichsten Grün, verliert aber niemals den grauen Einschlag.

Südl. Klammkalkzug

Hier werden die Gesteinsarten oberhalb von Maierhofen vom Hörndl, Schwarzbach bis zu den Reiterbachgräben beschrieben. Der Schwarzbach liegt dabei überwiegend im Schwarzphyllit. Weiter nordwestlich folgt Gehängeschutt und in weiterer Folge Chloritquarzschiefer. Muskovit-führender Sandstein mit Schwarzphyllit (Reitergut zum Kendlbachgraben) bildet nach Osten die Sandstein-Breccienzone.

Mayerhofalmen, Gasteinertal
Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt 1980, Band 123/2 - Geologische Karte, Nordrahmenzone - Farbcode
Hörndl . Thorbauernalm . Lenzbauernalm . Reiterbachgraben

- Maierhofen - Der Chloritquarzschiefer zieht nach Osten bis zur Thorbauernalm und nach Westen bis hinunter auf unter 1.000 m Seehöhe zum südl. Klammkalkzug, wobei diese gut sichtbar auf 1.040 m und auf 1.090m den Güterweg quert und so gut zu beobachten ist.
Auf 1.060m befindet sich östlich ein mächtiger Fels aus Karbonatquarzit und Grünschiefer. Unterhalb am Güterweg liegt Schwarzphyllit frei.
Weiter nördlich liegt ein Bergsturzblockwerk mit klastikaführenden Chloritquarzschiefer, das bis an die mächtige Felswand reicht, welche vornehmlich aus Chloritquarzschiefer (Grüner Quarzit und Quarzitschiefer) besteht. Die Felswand liegt dabei bis 1.180 m Sh frei.

- Schwarzbach - Wir überqueren oberhalb von Maierhofen die Schwarzbachbrücke und gehen die Serpentinen des Güterweges hinauf bis etwa 1.000 m Sh, wo unübersehbar Schwarzphyllit zutage tritt. Dann folgt eine steile Felswand oberhalb des Bergsturzblockwerkes im Bereich 1.120 bis 1.180 m Seehöhe, welche überwiegend aus klastikaführenden Chloritquarzschiefer besteht.
NW von Mayerhofen zieht ein 20-40 m mächtiges Quarzitband, knapp oberhalb des Mayerhofer Heim Alm Weges in 1.030 m beginnend, nach Osten, quert in 1.210 m den Schwarz Bach und verschwindet in Sh 1.250 m in grünen Quarzphylliten des östlich anschließenden Grabens. Beim Normaltyp handelt es sich um einen lichtgrünen, grau-grün gebänderten, festen, feinkörnigen Quarzit (Grüner Quarzit und Quarzitschiefer). Charakteristisch sind weiße Feldspatkörnchen und rote Quarze mit Durchmessern bis 2 mm.

- Lenzbauern Alm Weg in 1.510 m - Hier am Weg sind Grünschieferlagen in Begleitung ihrer Tuffe vorhanden, die in den Quarzphylliten sedimentär verschwinden und zum Teil auch deren beträchtlichen Epidot- und Chloritgehalt verursachen. Es existiert hier ein Übergang von tuffitischen Quarzphylliten (Chlorit-Epidot-Aktinolith führend) zu normalen Chloritquarzphylliten, die stellenweise Einschaltungen von dunkelgrauen Arten aufweisen, die man als quarzreiche Schwarzphyllite ansprechen könnte. Der Farbton variiert je nach Chloritgehalt im unterschiedlichsten Grün, verliert aber niemals den grauen Einschlag.
In Sh 1.260 m trifft man auf einen grauen, sandigen Kalk mit Schwarzphyllitzwischenlagen, Sh 1.270m gehen kalkreiche Schwarzphyllite in reine Kalke über.
In der Kehre des Forstweges, Sh 1.285m stehen sandige, glimmrige, hellgraue Kalkmarmore mit dunkler Bänderung an, deren s-Flächen mit Schwarzphyllitflatschen bedeckt sind. Stellenweise führen sie Feinbreccienlagen. Ab Sh 1.310 m geht dieser Marmor in Schwarzphyllite über.
In der Kehre des Lenzbauern Heim Alm Weges bei 1.380 m Seehöhe stehen Chlorit führende Quarzserizitphyllite an, die violette, graue und gelbe Dolomitgeröllchen beinhalten.
In Sh 1.440 m zieht am selben Weg ein zweites Dolomitbreccienband durch, welches aber auf Grund seiner habituellen Beschaffenheit - dunkelgraues, kalkiges Bindemittel - samt liegenden Schwarzphyllit und rotbraun verwitterndem Quarzit den Dolomitbreccien i. e. S. zuzuzählen ist. Überlagernd findet man grüngraue Quarzphyllit.

- Mitterer Heimalm - Die Dolomitbreccien keilen östlich der Mitter Heim Alm in grünen, klastika-führenden Chloritquarzschiefern aus (Gasteinertal), im Osten verschwinden sie in den Schwarzphylliten südlich der Reschenberg Alm (Großarltal). Karbonatführende Quarzphyllite stehen südöstl. der Mitter Heim Alm, in 1.420 m Seehöhe an, ferner am Lenzbauern Alm Weg, unmittelbar unterhalb (südlich) der Lenzbauern Alm und NE Kote 1181 in 1.320 m. Das letztgenannte Vorkommen bildet das Liegende jenes Quarzitzuges, der den südlichen Klammkalkzug unterlagert.

- Reitergut - Vom Kreuz N Reitergut beginnt ab Sh 1.180 m bis 1.200 m eine intensive Wechsellagerung und Verfaltung von Schwarzphylliten, Kalken und einer 30 cm starken Dolomitbreccienbank, wobei sich gegen Norden ein Übergang zu sandigen Kalken abzuzeichnen beginnt. Am Weg, der bei den Reitergräben nach Westen abzweigt und zur Lenzbauern Alm führt, sind sie gut aufgeschlossen, wo sie auch von Muskovitführenden Sandsteinen unterlagert werden.


. . . Gesteinsschichten im Detail . . .

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. . . Mayerhofen . . .

Mayerhofer Alm Weg, Schwarzbach Mayerhofer Alm Weg, Felswand Mayerhofer Alm Weg, Gasteinertal
Mayerhofer Alm Weg bis 1.200 m

. . . Schwarzbach Graben . . .

Mayerhofen, Schwarzbach Mayerhofen, Rieser Heimalm Mayerhofen, Hoisbauernalm
Schwarzbach Bründlbach Hoisbauernalm

. . . Mayerhofer Almen . . .

Mayerhofalmen 1700m, Gasteinertal Mayerhofalmen 1780m, Schwarzbach Hörndl 1760m, Gasteinertal
1.700 - 1.740 m 1.780 m Hörndl

. . . Lenzbauernalm Weg . . .

Lenzbauernalm Weg 1270m, Gasteinertal Lenzbauernalm Weg 1310m, Gasteinertal Lenzbauernalm Weg 1380m, Gasteinertal Lenzbauernalm Weg 1440m, Gasteinertal
1.260 - 1.270 m 1.285 - 1.310 m 1.380 m 1.440 m

Die Beschreibung der Geologie des Gasteinertales und deren Gesteinsvorkommen ist ohne Gewähr.
Fehlbestimmungen der Gesteine bzw. ungenaue Angaben zur Gesteinszusammensetzung
können nicht ausgeschlossen werden.

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Anmerkung: Beschreibung, Textstellen und Bilder der Geologie von Gastein wurden hier überwiegend dem Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt 1980, Band 123 - "Geologie der Nordrahmenzone der Hohen Tauern" von Helmut Peer und Wolfgang Zimmer entnommen.

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© 12.5.2013 by Anton Ernst Lafenthaler
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