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Tp9a - Zentralalpen/Gasteinertal: Nordrahmenzone West
Tauernschieferhülle, Gasteinertal   Nordrahmenzone West

Hohe Tauern . Gasteinertal

Nordrahmenzone

Hahnbalzköpferl . Lehenalm . Kreuzkögerl

Der Weg vom Bernkogel zum Kreuzkögerl bzw. Kreuzkögerl imponiert durchwegs als Schwarzphyllit. Die Gesteinsabfolge ist allerdings nicht ganz so homogen. Kalkphyllit, Dolomitbreccie, flyschartiger Sandstein, Karbonatquarzit, Metadiabas und Diabasschiefer zeigen sich abwechselnd. Zwischen Kreuzkögerl und Rauchkögerl liegt ein schmaler Streifen Klammschiefer, bestehend aus Grünphyllit, Kalkphyllit und Schwarzphyllit.
Siehe dazu die - Nordrahmenzone West - Kreuzkögerl.

Tauernschieferhülle Nord

Kreuzkögerl, Dorfgastein © Anton Lafenthaler - Bernkogel, Gasteinertal

Die Quarzit/Quarzphyllitschicht, welche das Kreuzkögerl aufbaut, geht Richtung Süden über in Schwarzphyllit. Dieser bildet bis zum Hahnbalzköpfl und noch darüber hinaus die Westflanke des Gasteinertals am Übergang der Klammkalkzone zur - Tauernschieferhülle Nord - . . .
Das Hahnbalzköpfl ermöglicht den Blick nach Norden zum Rauchkögerl (Klammkalk) und weit hinaus ins Salzachtal bis zum Hochkönig (nördliche Kalkalpen).
Der hochaufragende - Bernkogel - (Blickrichtung Süden) unterbricht diesen Schwarzphyllitzug mit der als Kalkphyllit und Kalkglimmerschiefer bezeichneten Gesteinsart. Nach Osten zieht der Schwarzphyllit in das Gebiet - Urkübel - Hochegg.

Hahnbalzköpfl . Lehenalm . Rauchkögerl
Kreuzkögerl, Gasteinertal
Geologischer Querschnitt (Westflanke) bei Gastein - Bernkogel bis zum Kreuzkögerl nach EXNER
KalkglimmerschieferKalkglimmerschiefer KarbonatquarzitKarbonatquarzit QuarzQuarz
KalkphyllitKalkphyllit Dolomit-BreccieMetadiabas/Diabasschiefer DolomitDolomit
Quarz-Breccien-PorphyroidQuarz-Breccien-Porphyroid Dolomit-BreccieDolomit-Breccie KlammschieferKlammschiefer
SchwarzphyllitSchwarzphyllit KlammkalkKlammkalk KlammkalkFlyschartiger Sandstein

Ein auffallendes und wichtiges Schichtglied bilden die mächtigen Karbonatquarzite. Sie stehen etwa 350 m mächtig am Anthaupten-S-Kamm (P. 1924, Rotwand) an und streichen, in schmale Züge aufgelöst, über die Stuhler Alm ins Rauristal nordwestlich Hölleben und andererseits über den Kamm südlich Hahnbalzköpfl ins Gasteintal, wo man sie im Bergsturzblockwerk nordöstlich P.1185 (Amoser Alm) wiederfindet.

Proben des flyschartigen Sandsteines vom Anthaupten-N-Kamm, vom Teufenbachtal (Tischler Alm), vom Hahnbalzköpfl und vom Hahnbalzköpfl-N-Kamm erweisen sich freisichtig als graue bis schwarze, eben- bis krummflächig parallelschiefrige Feinbreccien mit deutlicher Lineation, die zugleich die Faltenachse darstellt. Bis 7 mm lange Hellglimmerblättchen und bis 15 mm lange, farblose linsenförmige Komponenten (Feldspate, Gesteinsbruchstücke) sind parallel zur Lineation des Gesteines elongiert. Schwarze Tonschieferlinsen erreichen Längen von 10 cm. Dunkle Knoten von einigen mm Durchmesser (Tonschieferbröckelchen) sind sehr häufig und mit ihrer Zunahme geht das Gestein stellenweise in Schwarzphyllite über.
Zwei Breccien-Vorkommen befinden sich nördlich Hahnbalzköpfl (Tafel 2, Profil 3) und eines in der Kreuzkögerl-SSE-Wand. In der Flanke gegen das Gasteintal erreichten diese Breccienzüge bedeutende Mächtigkeiten.
Graphitquarzit findet sich als 2 m mächtige Lage am Kamm südlich Hahnbalzköpfl zwischen Karbonatquarzit (5 m) im S und Schwarzphyllit (30 m) im N, ebenso der Diabasschiefer mit Ilmenit-Relikten am Kamm nördlich Hahnbalzköpfl, Seehöhe 1.840 m.

Kalkphyllit . Kalkglimmerschiefer . Graphitquarzit . Sandstein
QBP-Serie, Klammstein
Jahrbuch der Geolog. Bundesanstalt 1979, Band 122 von CHRISTOF EXNER - Farbcode

Am Weg vom Hahnbalzköpfl zum Bernkogel sind abwechselnd Schwarzphyllit und Kalkphyllit anzutreffen. Der Bernkogel selbst besteht aus Kalkglimmerschiefer. Am Kamm Richtung Kreuzkögerl bzw. Rauchkögerl sind abwechslungsreiche Schichtfolgen zu beobachten wie Dolomitbrekzien, Metadiabas, flyschartiger Sandstein und gegen Norden Klammkalk und Schwarzphyllit.


. . . Gesteinsformationen . . .

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Nordrahmenzone
Hahnbalzköpfl, Gasteinertal
Hahnbalzköpfl

. . . Wanderkarte . . .

Wanderkarte, Drei Waller Kapelle

Die Beschreibung der Geologie des Gasteinertales und deren Gesteinsvorkommen ist ohne Gewähr.
Fehlbestimmungen der Gesteine bzw. ungenaue Angaben zur Gesteinszusammensetzung
können nicht ausgeschlossen werden.

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Anmerkung: Beschreibung, Textstellen und Bilder der Geologie von Gastein wurden hier überwiegend dem Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt 1980, Band 123 - "Geologie der Nordrahmenzone der Hohen Tauern" von Helmut Peer und Wolfgang Zimmer entnommen.

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Nordrahmenzone West - Hahnbalzköpfl, Lehenalm
© 2013 by Anton Ernst Lafenthaler
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