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ZO - Gasteinertal/Zeitenwende: Ökologie - Nationalpark Hohe Tauern (2.4.)
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Zeitenwende . Gasteinertal

Gastein im 21. Jahrhundert

Nationalpark

Im Jahre 1971 beschlossen die Landeshauptleute von Salzburg, Kärnten und Tirol durch die Unterzeichnung der Dreiländer-Vereinbarung in Heiligenblut die Errichtung eines Nationalparks. So sind der Homepage "Nationalpark Hohe Tauern" folgende Daten zu entnehmen: "Der Nationalpark Hohe Tauern umfasst repräsentativ alle alpinen Ökosysteme (von montanen Bergwäldern bis alpine Rasen). Die vielfältige Landschaft wird durch 266 Berggipfel über 3.000 Meter (Höchster Berg: Großglockner 3.798 m), 551 Seen mit einer Größe zwischen 27,03 ha und 35 m² und ca. 250 Gletscher geprägt. Eine landschaftliche Bereicherung ist die traditionelle nachhaltige almwirtschaftliche Nutzung in der Außenzone."
Die Umsetzung dauerte in den einzelnen Ländern unterschiedlich lange, denn zahlreiche Hürden galt es zu überwinden, insbesondere die damit verbundenen Einschränkungen und die Nutzungsverhältnisse vieler u. a. privater Grundeigentümer. Zahlreiche Ausnahmen bzw. angemessene Entschädigung bei Nutzungsentgang mussten den Wald- und Almbesitzern, den Bauern und der Jägerschaft zugestanden werden. Besondere Merkmale und Schwierigkeiten ergeben sich aus der Größe des Schutzgebietes, da überwiegend privates Grundeigentum, verbunden mit eigentumsgleichen Nutzungsrechten vorherrscht. So kam es, dass mit weit über 1000 Grundbesitzern das Einvernehmen für die geltenden Nationalparkgesetze und Grenzziehungen hergestellt und zahlreiche politisch hochbrisante Nutzungskonflikte entschärft werden mussten. Das Ergebnis war ein Nationalpark mit unterschiedlichen Schutzgebietsgebieten wie die - Kernzone - welche die Förderung der freien natürlichen Entwicklung zum Ziel hat und eine - Außenzone - die die Pflege der Kulturlandschaft, Weideviehhaltung, Nutzung der Almweiden, die Holzbringung etc. zumindest teilweise ermöglich. Als Sonderschutzgebiete gelten dabei jene Regionen, die der Förderung des Ablaufes der natürlichen Prozesse vor allem durch die Vernetzung von Außen- und Kernzone dienen. Seit 1992 ist der Nationalpark Hohe Tauern als der Drei-Länder-Nationalpark komplett und umfasste 1788 km2, wobei der Salzburger Anteil 805 km2 beträgt (1a).
Am Eingang des Nassfeldes beim sog. Bockhartseekraftwerk bzw. dem dazugehörigen Stausee eröffnet sich uns bereits der Blick in den Nationalpark, obwohl der Talboden des Nassfeldes selbst noch nicht Teil des Nationalparks ist. Die Kernzone beginnt hier erst ab einer Höhe von etwa 1.700 - 1.900 m Seehöhe. Die Anzahl der - Biotoptypen im Nationalpark Gastein - ist dabei nicht groß aber ökologisch wie landschaftlich überaus wertvoll. Bad Gastein als Nationalparkgemeinde (seit 1991) hat insgesamt einen Nationalparkanteil von 9.571 ha, was 11,9% entspricht.

(a) Naturraum und Grenzen im Gasteinertal

Der "Nationalpark" unterscheidet vier fest definierte Regionen und zwar, die Kernzone, die Außenzone, die Sonderschutzzone und die Nationalparkregion als der mit einem Nationalpark verbundene Interessensverbund der Anrainer.
(a) In der - Außenzone - sollen die traditionellen Nutzungen von Wiesen, Weiden und Almen erhalten bleiben, da die Almwirtschaft neben der Landschaftspflege auch aus der Haltung von Nutztieren besteht, die man so artgerecht halten kann. Weiter sind hier die Förderung der natürlichen bzw. naturnahen Waldtypen und die Bemühung der Trennung von Wald und Weide inkludiert. Die Außenzone entspricht einer geschützten Kulturlandschaft, wo eine traditionelle Landwirtschaft, insbesondere Almwirtschaft möglich bleibt.
(b) Bzgl. der Definition der - Kernzone - als Biosphärenpark ist auf der Homepage des Regionalverbandes Lungau folgendes zu lesen (2a) : In Kernzonen darf keinerlei Nutzung erfolgen. Ausgenommen vom Nutzungsverbot sind extensive traditionelle Nutzungsformen (pflegliche Almwirtschaft, Schaftrieb, etc.) sowie eine nach ökologischen Kriterien ausgerichtete Wildstandregulierung bzw. Jagd und Fischerei. Die Kernzone, also der Bereich der "unberührten" Natur (Natur- bzw. Wildniszone) schließt im Gasteinertal folgende Regionen ein: Bräuwinkel (Niedersachsenhaus) - Schlapperebenkar - Höllkar mit dem Mallnitzer Tauern (Hagener Hütte) - Hinteres Weißenbachtal - Hörkar - Anlauftal - die Reed - Tischlerkar - Kesselkar - Keeskogel. Somit umfasst die Kernzone vor allem die Urlandschaft der alpinen Hochlagen. Sie sind streng geschützt bei stark eingeschränkter Nutzung.
(c) Als - Sonderschutzgebiet - gilt im Nationalpark Gasteinertal nur der Prossauwald (Gebiet nördlich vom Alpenhaus Prossau bis zum Grasleitenkopf, begrenzt vom Raffelrinnbach und dem Prossaubach). In derartigen Sonderschutzgebieten ist jeder Eingriff in die Natur und Landschaft untersagt. Hier ist die Natur sich selbst überlassen und kann sich selbständig weiter entwickeln.

Nationalparkgrenze : Kernzone

- Niedersachsenahaus-Schareck-Schlapperebenkar : Die Grenze der Kernzone von West nach Ost beginnt westlich im Nassfeld beim Niedersachsenhaus und zieht nach Osten entlang des Siglitztales auf einer Höhe von etwa 1.900 m (bis um 2.000 m) Seehöhe Richtung Burgstall einerseits und entlang des Pröllweges auf das Schareck und in das Schlapperebenkar andererseits. Daran schließt im Westen (also bereits im Raurisertal) die Außenzone an, welche beim Filzenkammfelsen auf ca. 2.520m Seehöhe beginnt und bei der Fraganter Scharte endet. Nördlich (Kolmkar, Bockharttal) wie südlich (Kärnten) dieser Kernzone gibt es keine Außenzone. Somit ist das Siglitztal mit dem Kolmkar, dem Bockharttal und der Erzwies nicht mehr Teil des Nationalparks Gastein. Auch der H.-Bahlsen-Weg, welcher uns bis zum Niedersachsenhaus führt liegt nicht im Nationalpark.
- Teufelskirchen-Tauernleiten-Weißenbachtal : Bei Burgstall verläuft die Grenze der Kernzone auf etwa 1.900m Seehöhe weiter Richtung Teufelskirchen im hinteren Nassfeld zunächst bis auf knapp 2.000m ansteigend, um dann auf einer Höhe von ca. 1.900 m Seehöhe die Tauernleiten zu queren und ebenso das Weißenbachtal bis hinauf zum Kreuzkogel (Gipfelkreuz). Am Wanderweg ins Weißenbachtal ist auf einer Höhe von ca. 1.800 m die Grenze markiert. Die südliche Grenze entspricht der Landesgrenze zu Kärnten. Das Gebiet Baukarriegel mit dem Peter-Sika-Weg und den verf. Bergbauhalden (Kühprein), das Ödenkar ebenso wie die Grubachalm im Bergbaugebiet Hieronymushöhe ist nicht Teil des Nationalparks. Der Kernzone liegt hier keine Außenzone an.
- Anlauftal : Zwischen Kreuzkogel im Norden und der Hagener Hütte im Süden verläuft die Kernzone einerseits entlang der Landesgrenze zu Kärnten bis zum Keeskogel und andererseits im Norden vom Kreuzkogel über die Keuchenscharte und dem Honigleitenkogel über die Lange Wand ins Anlauftal bis zum Ankogel. Der Talboden des Anlauftales entspricht einer Nationalpark-Außenzone, welche beiderseits des Anlauftales Abschnittsweise bis auf ca. 2.000 m Seehöhe (beim Grasleitenkopf bis 2.300 m) hinaufreicht, wo die Kernzone anschließt. Im Gebiet des Korntauern endet die Außenzone auf ca. 1.700m (beim Wanderweg etwas oberhalb vom Goldbrünnl), wo wir in die Kernzone eintreten. Die Grenze zur Außenzone bzw. der Beginn der Kernzone am Talboden markiert die Vordere Radeckalmhütte. Am Talausgang des Anlauftales zieht die Kernzonengrenze unterhalb vom Feuersang bis zum Hohen Stuhl und weiter zum Lukasstuhl.
- Palfner Hochalm : Vom Lukasstuhl verläuft die Grenze bei der verf. Palfner Hochalmhütte vorbei zum Graukogelgipfel und weiter zum Hüttenkogel. Hier schließt im Norden die Außenzone des Kötschachtales an.
- Kötschachtal : Die Kernzone reicht im Kötschachtal nach Osten weiter vom Hüttenkogel über das Reedseegebiet zum Keeskogel. Die Grenze zu Großarl bildet die Gebirgskette Grasleitenkopf, Glaserer und Flugkopf, wo der Nationalpark Gastein endet.
- Prossauwald : Dieser in der Kernzone befindliche Schutzwald nördlich vom Alpengasthaus Prossau ist als Sonderschutzgebiet ausgewiesen.

Teufelskirchen . Burgstall . Bräuwinkel . Niedersachsenhaus
Nationalpark Kernzone, Nassfeld Nationalpark Kernzone, Schareck - Gasteinertal Nationalpark Kernzone, Niedersachsenhaus - Gasteinertal Nationalpark Außenzone, Riffelscharte
Die Kernzone des Nationalparks westlich des Nassfeldes reicht von Teufelskirchen, Sparangerkopf und Burgstall über das Schlapperebenkar, Schareck und Bräuwinkel bis zum Niedersachsenhaus. Im Nassfeld ist keine Außenzone definiert. Diese beginnt bei der Riffelscharte und betrifft lediglich das Raurisertal.
Hagener Hütte . Weißenbachtal . Kreuzkogel . Hörkar
Nationalpark Kernzone, Höllkar Nationalpark Kernzone, Höllkar Nationalpark Kernzone, Hagener Hütte Weißenbachtal-Kreuzkogel Nationalpark Kernzone, Hörkar
Von Teufelskirchen bis zur Hagenerhütte und dann über das Weißenbachtal zum Kreuzkogel ist ebenfalls Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Eine Außenzone gibt es hier nicht.
Korntauern . Ankogel . Grubenkar . Schoberkarl . Lainkar . Feuersang
Nationalpark Kernzone, Kühkar Nationalpark Kernzone, Ankogel Nationalpark Kernzone, Grubenkar Nationalpark Kernzone, Schoberkarl Nationalpark Kernzone, Hölltor
Die Kernzone des Nationalparks schließt die Alpenregion des Anlauftales vom Kreuzkogel über das Kühkar, den Korntauern bis zum Ankogel und Grubenkar, Hölltorspitz und Feuersang mit ein. Der Talboden des Anlauftales ist vom Marienstein bis zur Vorderen Radeckalm als Außenzone ausgewiesen.
Palfner Hochalm . Graukogel . die "Reed"
Nationalpark Kernzone, Palfner Hochalm - Gasteinertal Nationalpark Kernzone, Palfner Hochalml Nationalpark Kernzone, Palfnersee Nationalpark Kernzone, Reed
Die Kernzone des Nationalparks östlich von Bad Gastein zieht vom Hohen Stuhl über die Palfner Hochalm zum Graukogel und weit über die Palfnerscharte hinaus ins Tischlerkargebiet.
Keeskogel . Bocksteinkogel . Tischlerkar . Akhar
Nationalpark Kernzone, Kötschachtal Nationalpark Kernzone, Kötschachtal Nationalpark Kernzone, Reedsee Nationalpark Kernzone, Tischlerkar Nationalpark Kernzone, Akhar
Die Kernzone des Nationalparks schließt die gesamte Alpenregion im Kötschachtal vom Graukogel über das Tischlerkargebiet und dem Kesselkar bis zum Keeskogel mit ein. Der Talboden des Kötschachtales ist ab der Himmelwand bis zum Alpengasthaus-Prossau und dem Hinteren Kötschachtal als Außenzone ausgewiesen.
Flugkopf . Glaserer . Grasleitenkopf . Keesnickelkogel
Nationalpark Kernzone, Kötschachtal Nationalpark Kernzone, Kötschachtal Nationalpark Kernzone, Kötschachtal
Die Ostflanke im Kötschachtal ist ebenfalls Kernzone und schließt die gesamte Alpenregion vom Keeskogel, Bärenscharte, Grasleitenkopf, Glaserer, Heidentempel und Flugkopf ein.

Nationalparkgrenze : Außenzone

Im Gasteinertal bzw. der Nationalparkgemeinde Bad Gastein wurden zwei Außenzonen als Bewahrungs- bzw. Kulturzone geschaffen und zwar das Anlauftal und das Kötschachtal.
- Anlauftal : Die Außenzone im Anlauftal, beginnt etwa beim Hörkarbach und verbindet sich auf etwa 1.700 m Seehöhe mit der Kernzone. Das ehem. Café Marienstein markiert in etwa den Beginn der Außenzone, welcher bis zur Vorderen Radeckalm reicht. Beiderseits des Tales geht die Außenzone im Bereich von etwa 1.900m Seehöhe (abschnittweise bis 2.300 m) in die Kernzone über.
- Kötschachtal : Eine weitere Außenzone betrifft das Kötschachtal. Vom Hüttenkogel als Grenze zur Kernzone beginnt hier die Außenzone bei der Himmelwand mit der Begrenzung Himmelwand-Flugkopf, wo bei etwa 2.100m Seehöhe die Kernzone anschließt. Die Außenzone reicht dabei bis zum Alpengasthaus-Prossau bzw. bis ins Hinteren Kötschachtal.

Außenzone : Anlauftal
Nationalpark Außenzone, Anlauftal Nationalpark Außenzone, Anlauftal Nationalpark Außenzone, Anlauftal Nationalpark Außenzone, Anlauftal Nationalpark Außenzone, Radeckalm Nationalpark Außenzone, Radeckalm
Der Talboden des Anlauftales ist vom Marienstein bis zur Vorderen Radeckalm als Außenzone ausgewiesen. Im mittleren Anlauftal ist die Überquerung des Anlaufbaches möglich, um auf den Korntauern zu gelangen. Ab der heute nicht mehr öffentlich zugänglichen Radeckalm, welche früher als Gasthaus geführt wurde beginnt die Kernzone. Die obere Radeckalm bzw. das hintere Anlauftal liegt in der Kernzone.
Außenzone : Kötschachtal
Nationalpark Außenzone, Kötschachtal Nationalpark Außenzone, Kötschachtal Nationalpark Außenzone, Kötschachtal Nationalpark Außenzone, Kötschachtal Nationalpark Außenzone, Kötschachtal
Die Außenzone des Kötschachtales beginnt im Bereich der Himmelwand und reicht bis zum Alpengasthaus-Prossau. Die Grenze zur Kernzone liegt am Beginn der Hinteren Prossau im Süden und oberhalb vom Alpengasthaus Prossau bei etwa 1.500 m Seehöhe im Osten. Im mittleren Anlauftal liegt die Grenze zur Kernzone knapp unterhalb vom Reedsee.

Naturraum : Schutzzonen

Die Einbindung der Kulturlandschaft (Außenzone) in den Nationalpark soll der Erhaltung der genetischen Ressourcenvielfalt dienen und erfordert die nachhaltige naturschonende Nutzung und Pflege. Sie ist auch von wissenschaftlicher, umwelterzieherischer und erholungsbezogener Bedeutung und kann naturverträglich erschlossen werden.
So werden Maßnahmen der Besucherlenkung in Abstimmung mit dem Alm- und Alpinwegesystem gefordert und es müssen Nationalparkbesucherzentren pro Region und dezentrale Nationalpark-Informationsstellen zur Entwicklung eines Nationalparkbewusstseins geschaffen werden. Der Schutz gefährdeter Wildtierarten und die Erreichung einer die Schutzwalderneuerung nicht behindernde Wilddichte (=gesamtökologische Beurteilung) ist notwendig. Die Biotopsicherung und Gestaltung muss in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Grundbesitzern und Nutzungsberechtigten erfolgen, gegebenenfalls gegen Entschädigung, ebenso die Wiedereinbürgerung ausgestorbener Wildtierarten nach Prüfung der jeweils relevanten, aktuellen ökologischen Voraussetzungen.
Das Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern ist auch ein Naturraum, der wegen seines Reichtums an Bodenschätzen erschlossen oder aber ausgebeutet worden wäre. Vielfältige Nutzungsansprüche und -absichten in der Vergangenheit, z. B. großtechnische Erschließungen zur Gewinnung von Strom durch Wasserkraft, von Gletscherschigebieten oder Öffnung der Hochgebirgstäler für den öffentlichen Verkehr oder aber neuerlicher Abbau von Erzen wie Gold, Silber etc. standen in den letzten Jahrzehnten im Raum. Durch die Errichtung des Nationalparks ist es gelungen, rund 1.800 km² des Ökosystems Hochgebirge einzubringen und zusammenhängende Landschaftseinheiten in ihrer Gesamtheit nicht zu zerreißen.
Heute . . . ist die schitouristische Erschließung des Schareckgebietes in Sportgastein, welche in der Kernzone des Nationalparks liegen würde, erfolgreich abgewehrt worden. Ebenfalls schützenswerte Gebiete wie das Schigebiet Kreuzkogel allerdings wurde flächendeckend dem Schitourismus geopfert und die Almflächen werden immer wieder auf's Neue bis in höchste Regionen planiert. Zumal diese Region in den Jahrhunderten zuvor ein Bergbaugebiet war, werden die heutigen (großmaschinellen) Eingriffe in der Regel nicht als "umweltzerstörerisch" gesehen, obwohl in dieser Hochgebirgsregion einzigartige Biotope existieren und nach Osten und Süden hin bereits die Kernzone des Nationalparks anschließt.

(b) Biotoptypen im Nationalpark Gastein

Wertvolle und sehr empfindliche Biotope beinhaltet der Nationalpark Hohe Tauern. Abgesehen von der einzigartigen besonderen Tierwelt sind es u. a. Hochgebirgspflanzen, die unter härtesten Bedingungen und kurzen Vegetationszeiten zu überleben imstande sind. Zerstört der Mensch nicht den Lebensraum, so können auch die seltensten Exemplare überleben und nur der Klimawandel kann die bestehenden Pflanzengesellschaften nachhaltig beeinflussen. Nachfolgend sind jene Biotoptypen angeführt, die auch im Nationalpark Gastein vorkommen. Inhalt und Gliederung folgen dem Buch "Nationalpark Hohe Tauern - Pflanzen" von Helmut Hartl und Thomas Peer (3a), dem Buch: "Nationalpark Hohe Tauern - Tierwelt" von Eberhard Stüber/Norbert Winding (3b) und dem Biotoptypenkatalog Salzburg von Günther Nowotny und Hermann Hinterstoisser (3c).

montan subalpin alpin
Fichten-Tannenwälder
Grauerlenwald
Grünerlen-Hochstaudenfluren
Niedermoore-Kleinseggenried
Quellfluren
Grünerlen-Hochstaudenfluren
Karseen-Tümpel
Krummseggenrasen
Lärchen-Zirben-Fichtenwald
Lägerfluren
Latschen-Krummholz
Niedermoore-Kleinseggenried
Quellfluren
Silikatschuttgesellschaft
Zwergstrauchheiden
Karseen-Tümpel
Krummseggenrasen
Niedermoore
Polstergesellschaft
Quellfluren
Schieferschuttgesellschaft
Schneebodengesellschaft
Silikatschuttgesellschaft
Biotoptyp : Grauerlenau

In der Außenzone im Anlauftal finden wir noch intakte Grauerlenwälder im Gegensatz zu der noch vor Jahren ausgedehnten Grauerlenau im Talboden Gasteins im Bereich Remsach, welche durch fortschreitende Trockenlegung zunehmend verschwindet. - Der - Biotoptyp : Grauerlenau (1.3.2.1.) - Alnetum incanae - ist ein fluss- und bachbegleitender Gehölzbestand, auf mehr oder minder gefestigtem Substrat mit einer meist üppig ausgebildeten Krautschicht. Berggoldnessel (Galeobdolon montanum), der Giersch (Aegopodium podagraria) und viele weitere stickstoffliebende Arten sind häufig Teil der Krautschicht. Kennzeichen sind die unverkennbaren Grauerlen (Alnus incanae), ein Pionierbaum an Bachufern und an sickernassen Rutschhängen.
Als typische - Pflanzen in Bachnähe - gelten der Huflattich (Tussilago farfara) die Weiße Pestwurz (Petasites albus) der Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens) das Bergbach-Weidenröschen (Epilobium fleischeri) und das Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos). An - Versumpfungsstellen - gedeihen Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) Scharbockskraut (Ranunculus ficaria = Ficaria verna), Kletten-Labkraut (Galium aparine) und Bachkresse (Cardamine amara) und an trockenen Schotterbänken sind es die Kleine Glockenblume (Campanula cochleariifolia), Gänse-Fingerkraut (Potentilla anserina) und verschiedene Thymianarten (z. B. Thymus praecox et polytrichus). Dazwischen finden sich immer wieder aus höheren Regionen herabgeschwemmte Pflanzen, sogenannte "Alpenschwemmlinge".
Fehlt die Grauerle, so nehmen verschiedene Weiden wie Lavendel-Weide (Salix eleagnos), Reif-Weide (Salix daphnoides) und Großblatt Weide (Salix appendiculata) ihre Stelle ein. Über 1.400 m wird die Grauerle von der Grünerle abgelöst. Eine bedeutende Grauerlenau befindet sich im Talboden des Gasteinertales bei Remsach, welche zwar als Biotop ausgewiesen aber nicht Teil des Nationalparks Hohe Tauern ist. Dasselbe gilt für jene im Angertal und im Nassfeldertal. So gibt es nur noch in der Außenzone des Anlauftales unberührte Grauerlenauen, und zwar im Talboden des äußeren bzw. des mittleren Anlauftales vor und nach der hinteren Geschiebesperre.

Grauerlenau
Grauerlenau, Anlauftal Gastein Grauerlenau, Anlauftal Gastein Grauerlenau, Anlauftal Gastein Grauerlenau, Anlauftal Gastein
Vorderes Anlauftal - Böckstein
Im Anlauftal gibt es noch wenige Grauerlenauen, welche sich als völlig intakt erweisen. Sie befinden sich allesamt im vorderen Anlauftal beiderseits des Anlaufbaches. Es sind die einzigen im Nationalpark Gastein.
Biotoptyp : Fichten- und Fichten-Tannen-Wälder

Die Tannenbestände sind durch den Trend zur Fichtenmonokultur und zum anderen durch das erstmals im 19. Jahrhundert beobachtete "Tannensterben" stark dezimiert. Fichtenwälder schließen an Grauerlenwälder an, auch wenn in Steilhängen und Schluchten beide miteinander verzahnt sind. Fichtenwälder sind bei uns wegen der forstwirtschaftlichen Nutzung teilweise sehr artenarm. Wald-Sauerklee, Heidelbeere, das Wald-Habichtskraut, die Hainsimse und die Drahtschmiele mit etlichen säureliebenden Moosen bedecken den Fichtenwaldboden. Der Fichtenwald stellt zwischen 700 und 1.700 m die klimatisch bedingte Schlusswaldgesellschaft dar. Bei intensiver forstwirtschaftlicher Nutzung sind sie relativ artenarm. An schwer zugänglichen Steilhanglagen, weisen hochstaudenreiche Fichtenwälder hingegen eine andere Artenzusammensetzung auf. Hier sind es der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) - die Eberesche (Sorbus aucuparia), die Blau-Heckenkirsche (Lonicera caerulea), oder die Grauerle (Alnus incana), in Verbindung mit einer üppigen Krautvegetation. Zahlreiche Elemente aus dem Tannenwald wie Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis), Brennnesselblättriger (Nessel-) Ehrenpreis (Veronica urticifolia), Hasenlattich (Prenanthes purpurea) oder Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris), aber auch Arten aus dem Schluchtwald wie Grau-Alpendost (Adenostyles alliariae), Fuchs-Greiskraut (Senecio ovatus), Österreich-Gämswurz (Doronicum austriacum), Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea), Dunkel-Dornfarn (Dryopteris dilatata) oder Bergfarn (Thelypteris limbosperma) sind hier zu Hause.
Beim - Biotoptyp : Fichten-Tannen-Wald (2.2.1.5.) - handelt es sich um montan verbreitete Mischbestände mit wechselnden Vorkommen von Tanne und Fichte. Der Boden, die Gesteinsart und der Wasserhaushalt sorgen für unterschiedliche Ausbildung der Artenzusammensetzung. Der - montane, bodensaure Fichtenwald - zeigt im Unterwuchs Heidelbeere, Hainsimse, Sauerklee und -Waldschmiele mit zahlreichen Moosen. Die Buche ist weitestgehend verdrängt. Beim - Subalpine Fichtenwald - tritt die Lärche als natürliche Baumbestandsart hinzu. Im Unterwuchs kommen die Heidelbeere und die Preiselbeere üppig vor. Die genannten Nadelwälder gibt es zwar mehrfach im Gasteinertal, sind aber mit einigen Ausnahmen von subalpinen Fichtenwäldern, welche meist aber subsummiert werden nicht Teil des Nationalparks. Im Nationalpark Gastein kommen derartige - Fichten-Tannenwälder - nur an der Ostflanke des Kötschachtales vor, wobei der sog. - Prossauwald - im südwestexponierten Mittelhang des Grasleitenkopfes etwa 250 m nördlich der Prossauhütte als Sonderschutzgebiet (Naturwaldreservat Prossau) ausgewiesen ist.

Biotoptyp : Lärchen-Zirben-Fichten-Wald

An den subalpinen Fichtenwald, welcher bis in Höhen von etwa 1.700 - 1.800 m reicht, schließt der - Biotoptyp : Lärchen-Zirben-Wald - an, wobei sich die Waldgrenze dabei auf etwa 2.100 - 2.200 m Höhe befindet. Vereinzelte Zirben finden sich bis zu 2.400m Seehöhe. Als einzige Laubbaumart dringt die Eberesche (Sorbus aucuparia) in den Zirbenwaldbereich ein. Wo die Zirbe vollständig beseitigt wurde, bilden sich Lärchenwälder aus - die Alpenrosenmatten bleiben.
Weit häufiger als der reine Zirbenwald kommt der - Biotoptyp : Subalpiner Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit Alpenrose (2.2.2.4.) - vor, mit Zwergsträucher- und moosreichen Beständen, Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), Alpen-Rauschbeere (Vaccinium gaultherioides), Alpenlattich (Homogyne alpina), Blutwurz (Potentilla erecta), Gelbliche Hainsimse (Luzula luzulina) und Schlangen-Bärlapp.
In der Kernzone des Nationalparks Gasteinertal finden wir den genannten Biotoptyp - Subalpiner Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit Alpenrose - im hinteren Kötschachtal, im Anlauftal, im Bereich der Palfner Hochalm und im Nassfeld. Der anderswo häufigere Biotoptyp - Lärchen-Zirbenwald - kommt im Gasteinertal aber nicht vor.

Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit Alpenrose
Palfner Hochalm, Gasteinertal Lärchen-Zirben-Fichtenwald, Gasteinertal Reedsee, Gasteinertal Seekarl, Gasteinertal Korntauernweg, Gasteinertal
Palfneralm Prossau Reedsee Seekarl Korntauernweg
Subalpine Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit Alpenrose gibt es im Nationalpark Gastein im hinteren Kötschachtal, im Anlauftal (Korntauernweg), auf der Palfner Hochalm und im Nassfeld.
Biotoptyp : Subalpin-alpine Zwergstrauchheiden

Der - Biotoptyp : Subalpin-alpine Zwergstrauchheiden (3.4.) - ist im Gasteinertal zahlreich vertreten, aber lediglich auf sauren Böden und somit dem - Biotoptyp : Alpenrosenheide, bodensauer (3.4.1.1.) - zuzuordnen. Zu den Zwergstrauchheiden gehören neben der Alpenrosenheide auch die Krähenbeerenheide, die Alpenazaleen-Windheide und der Weidenspalier. Die schneeschutzbedürftigen Alpenrosenheiden, welche durch die von Menschenhand verursachte Entwaldung der Lärchen- und Zirbenbestände bestehen bleiben, kennzeichnet die namensgebende Rostrote Alpenrose, die Heidelbeere und die Rauschbeere. Auf Kalkglimmerschiefer wird die Rostrote Alpenrose von der Wimper-Alpenrose (Rhododendron hirsutum) vertreten und im Übergangsbereich auch von der Bastard-Alpenrose. Auch ein Zwergstrauchbestand ohne Alpenrose findet sich in der subalpinen Stufe nicht selten, wo dann auf regelmäßig beweideten, flacheren Hängen durch Viehtritt höckerartig herausgehobenen Alpenrosenareale mosaikartig mit den Weiderasen verzahnt sind. Im steileren Gelände folgt das Vieh den ausgetretenen Viehgangeln und so entstehen streifenförmige Komplexe von Zwergstrauchheiden und Bürstlingrasen.
Derartige Alpenrosenheiden auf Silikatgestein finden sich im Nationalpark Gastein z. B. im Weißenbachtal oder im Reedseegebiet. Mangels Kalkgestein in der Region des Nationalparks Hohe Tauern kommen bodenbasische Alpenrosenheiden nicht bzw. nur im Höllkar vor, wo ein Kalkband durchzieht.

"Spalierheiden" - sind Zwergstrauchheiden die klimatisch extremen Witterungen widerstehen können, wie z. B. der - Biotoptyp : Alpenazaleen-Windheide (3.4.1.5) - die in der alpinen Stufe, vor allem auf extrem windgepeitschten Rücken und Kuppen über Silikatgestein beheimatet ist. Dabei schmiegt sich die Gämsheide (Alpenazalee) eng an den Boden und kann mit ihren Rollblättern sowohl die Verdunstung bei Wind stark herabsetzen als auch in Frostwechselzeiten oberflächliches Schmelzwasser aufnehmen. Zahlreiche Flechtenarten der Gattung Cladonia und Cetraria liegen darüber oder sind mit ihr verflochten, wie die Schneeflechte (Cetraria nivalis), die Kappen-Strauchflechte (Cetraria cucullata), verschiedene Windbartflechten (Alectoria ochroleuca, Alectoria nigricans) und das Isländische Moos (Cetraria islandica, Cetraria crispa). An Blütenpflanzen sind die Dreiblatt-Simse (Juncus trifidus), Grasblatt-Teufelskralle (Phyteuma hemisphaericum) und das Alpen-Habichtskraut (Hieracium alpinum) charakteristisch.
Die Krähenbeer-Rauschbeer-Heide (Empetro-Vaccinietum) ist durch die Arten Empetrum hermaphroditum und Vaccinium gaultherioides und zahlreiche Flechten, teilweise mit dem Alpen-Bärlapp (Lycopodium alpinum) vertreten und kommt im Nationalpark Gastein nur am Hang des Sparangerkopfes vor. Häufiger aber sind die Alpenazaleen-Windheiden.

Subalpin-alpine Zwergstrauchheiden
Alpenrosenbestand Hörkar, Gasteinertal Alpenrosenbestand Hörkar, Gasteinertal Alpenazaleen-Windheide, Palfner Hochalm Alpenazaleen-Windheide, Palfner Hochalm Alpenrosenbestand, Reedsee
Hörkar Hörkar Palfner Hochalm Palfnersee Reedsee
Alpenrosenheiden auf Silikatgestein findet man im Nationalpark Gastein häufig, wie z. B. im Kötschachtal, im Reedseegebiet, im Weißenbachtal und anderswo.
Biotoptyp : Latschen-Krummholz

Latschenbestände vom - Biotoptyp : Silikat-Latschenbestand (2.2.3.1) - können im Bereich der Waldgrenze ausgedehnte gürtelförmige oder auf Blockhalden, Bergsturzgebiete oder Lawinenrinnen kleinflächige, bis über 3m hohe Bestände bilden. Der Silikat-Latschenbestand, wie er auch im Nationalpark vorkommt, tritt aber meist nur kleinflächig oder als aufgelöstes Einzelvorkommen im Bereich der Waldgrenze (1.800- 2.200 m) auf. Für das Latschenvorkommen ist nicht die Bodenreaktion, sondern die fehlende Konkurrenz entscheidend. Auf silikatischen Gneis-Blockhalden schließen sie oft an die Waldgrenze bildenden Zirben an. Der Biotoptyp ist im Nationalpark Gastein im Nassfeld, dem Anlauf- und Kötschachtal sehr verbreitet. Es handelt sich dabei aber ausschließlich um Silikat-Latschenbestände, nicht selten vergesellschaftet oder in unmittelbarer Nähe von Blockhalden.

Silikat-Latschenbestand / Blockhalden
Kesselkar, Latschenbestand B-0181, Blockhalde beim Palfnersee, Bad Gastein Latschen Radeckalmweg, Gasteinertal Latschen Radeckalm, Anlauftal
Kesselkar Palfner Hochalm Radeckalm
Zahlreiche Latschenbestände - im Nationalpark Gastein findet man im Höhkar (Hörkar, Hierkar), auf der Palfner Hochalm und weit verbreitet im hinteren Kötschachtal und Anlauftal. Blockhalden sind dabei häufig mit Latschen-Krummholz-Biotopen vergesellschaftet.
Silikat-Latschenbestand
Latschen Hörkar, Anlauftal Latschen Hörkar, Böckstein Latschen Hörkar, Böckstein Hörkar, Latschenbestand
Hörkar
Im Hörkar (Höhkar, Hierkar) finden sich besonders ausgedehnte Latschenbestände, ebenso im Gebiet unterhalb des Korntauern.
Silikat-Latschenbestand / Blockhalden
B-1248, Korntauernweg, Latschenbestand Latschen Reedsee Latschen Reedsee
Korntauern Reedsee Seekarl
Vom Reedsee bis hinauf zur Palfnerscharte finden sich Latschenbestände, besonders üppig bei und oberhalb vom Reedsee.
Biotoptyp : Grünerlengebüsche und Hochstaudenfluren

Grünerlen - Biotoptyp : Grünerlengebüsch 2.3.1.1. - besiedeln häufig steile, meist schattige Hänge und/oder erosionsanfälliges Rutschgelände und Lawinenstriche. Die Eberesche (Sorbus aucubaria) ist mit unterschiedlichen Weidearten und Hochstaudenelementen dabei häufiger Begleiter. Die Grünerle stockt ursprünglich auf natürlichen waldfreien Standorten, auf Lawinenstrichen und Hängen mit viel Schnee, welcher lange liegen bleibt. Oft zeigen sich Grünerlengebüsche eng mit Alpenrosenheiden verzahnt. Heute kommt auch auf Almen Grünerlengebüsch auf, insbesondere wo nicht mehr geschwendet wird.
Auf den mit Stickstoff angereicherten Böden gedeihen dabei zahlreiche anspruchsvolle Arten wie Meisterwurz (Peucedanum ostruthium), Alpen-Kälberkropf (Chaerophyllum villarsii), Wolfs-Eisenhut (Aconitum vulparia), Grau-Alpendost (Adenostyles alliariae), Rundblatt-Steinbrech (Saxifraga rotundifolia) und Berg-Ampfer (Rumex alpestris). An hochwüchsigen Farnen kommen u. a. Dryopteris dilatata und Athyrium distentifolium vor. Seltener sind Gestutztes Läusekraut (Pedicularis recutita), Eikopf-Teufelskralle (Phyteuma ovatum) und der gelb blühende Alpenrachen (Tozzia alpina). In Waldnähe und im Übergang zu den Almen erlangen Rost-Alpenrose (Rhododendron ferrugineum), Heidelbeere (Vacvinium myrtillus) und Drahtschmiele (Avenella flexuosa) größere Bedeutung.
Derartige hochmontan-subalpinen Hochstaudenfluren, insbesondere der - Biotoptyp : Milchlattich-Hochstaudenflur (2.3.2.1) - können noch extremere Standorte als die Grünerle besiedeln und schließen oft an diese an. Lange Schneelage, Bodenvernässung mit einem luftfeuchten Lokalklima begünstigen das Vorkommen am Grund von Gräben, Mulden und an Lawinenstrichen auf wasserüberrieselten Steilhängen. Sie leiten gemeinsam mit der Grünerle die Wiederbewaldung ein. Kennzeichnende Arten sind der Alpenmilchlattich (Cicerbita alpina), die Meisterwurz (Peudedanum osthruthium), das Alpen-Weidenröschen (Epilobium alpestre) und Aconitum-Arten aber auch Fuchs-Greiskraut (Senecio ovatus) und die Österreich-Gämswurz (Doronicum austriacum). Sie bilden oft ebenso dichte Bestände wie der - Biotoptyp : Berg-Frauenfarnflur (2.3.2.2.) - mit dem bestandsbildenden Berg-Frauenfarn (Athyrium distentifolium) an feucht-schattigen, zumeist steilen Hängen von der oberen montanen bis in die untere alpine Stufe.

Grünerlengebüsche
Grünerlen, Kesselkar Grünerlen, Kesselkar Grünerlen, Weißenbachtal
Kesselkar Weißenbachtal
Zahlreiche Grünerlengebüsche und Hochstaudenfluren findet man im Nationalpark Gastein oberhalb der Waldgrenze: im Nassfeld, im Reedseegebiet, im Kötschachtal und im Anlauftal.
Hochstauden-, Berg-Frauenfarnflur
in Arbeit B-0298, Milchlattich- Hochstaudenflur, Bleksen in Arbeit B-0298, Milchlattich- Hochstaudenflur, Bleksen in Arbeit B-0729, Frauenfarnflur, Weißenbachtal
Blecksen Weißenbachtal
Im hinteren Anlauftal kommen neben Grünerlengebüschen großflächige Hochstaudenfluren und leider schwer zugängliche Frauenfarnfluren vor.
Biotoptyp : Lägerfluren

Der - Biotoptyp : Subalpine Ruderalflur (6.1.4.2) - auch Lägerflur genannt, zeichnet sich durch extrem stickstoffliebende Arten aus, die vom Vieh nicht gefressen werden. Typische Gesellschaften sind die - Alpenampferflur - mit dem Alpenampfer (Rumex alpinus), der Brennnessel (Urtica dioica) und der Hainsternmiere (Stellaria nemorum). Derartige Standorte entstehen durch Exkremente von Weidevieh, wo sich auffällige Alpenampferfluren rund um Almhütten und Viehunterstandshütten zeigen. Als weitere Stickstoff liebende Pflanzen gesellen sich Alpen-Greiskraut (Senecio alpinus = Senecio cordatus), Guter Heinrich (Chenopodium bonus-henricus), Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris), Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum), Dorn-Hohlzahn (Galeopsis tetrahit) und Quellen-Hornkraut (Cerastium fontanum) hinzu. Gräser fehlen auf den durch Viehtritt völlig zerstörten Böden. Erst ab einer gewissen Entfernung sind die Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa) neben dem Alpen-Lieschgras (Phleum alpinum s.l.) und dem Läger-Rispengras (Poa supina) am ehesten anzutreffen mit abwechselnd Stachelige Kratzdistel (Cirsium spinosissimum), Weißer Germer (Veratrum album) und Blauer Eisenhut (Aconitum napellus subsp. tauricum).
An weniger beanspruchten Stellen leiten Alpen-Mutterwurz (Ligusticum mutellina), Gold-Pippau (Crepis aurea), Gold-Fingerkraut (Potentilla aurea), Berg-Nelkenwurz (Geum montanum), Berg-Hahnenfuß (Ranunculus montanus) und Spitzlappiger Frauenmantel (Alchemilla vulgaris agg.) zu den sog. - "Milchkrautweiden" - über. Bei längerer Bodendurchfeuchtung sind es die Braun-Segge (Carex nigra), Platanen-Hahnenfuß, Alpen-Mastkraut und Dreigriffel-Hornkraut, die zu Feuchtgesellschaften bzw. in höheren Lagen zu den Schneebodengesellschaften überleiten.
Die sog. Alpenampferflur - ist im Nationalpark Gastein nicht selten, zumal auch in der Kernzone Weidevieh gehalten werden kann. Besonders ausgedehnte Areale findet man im Weißenbachtal und im hinteren Anlauftal. Derartige Lägerfluren sind aber nicht als eigener Biotoptyp ausgewiesen, sondern werden generell dem umliegenden Biotoptyp eingegliedert.

Lägerfluren
Obere Radeckalm, Ruderalflur Obere Radeckalm, Ruderalflur Weißenbachtal, Ruderalflur
Obere Radeckalm Weißenbachtal
Lägerfluren sind im Nationalpark Gastein nicht gesondert ausgewiesen. Trotzdem kommen sie unübersehbar auch hier großflächig vor wie im hinteren Anlauftal oder im Weißenbachtal.
Biotoptyp : Krummseggenrasen

Auf flacheren, lange schneebedeckten Hängen der alpinen Stufe zwischen 2.200 und 2.400 m (bis 2.600m) nehmen im Nationalpark Hohe Tauern häufig diese, nicht durch Mahd oder Beweidung beeinflussten Wiesen große Flächen ein. Es handelt sich um natürliche Wiesen über Silikatgestein, deren Charakter von der Krumm-Segge (Carex curvula) und dem Schweiz-Leuenzahn (Leontodon helveticus) geprägt wird - mit dem Zweizeiligen Blaugras (Oreochlea disticha), der klebrige Primel (Primula glutinosa) und dem Kärntner Kreiskraut (Senecio incanus ssp.carniolicus). Als Besonderheit tritt im Nationalpark Gastein nicht selten auch das polsterförmig wachsende Zwerg-Seifenkraut (Saponaria pumila) hinzu. Als Weide ist ein derartiges Biotop infolge seines geringen Futterwertes nur für Schafe geeignet. Stete Begleiter des - Biotoptyps : Krummseggenrasen (3.5.3.1.) - sind die Grasblatt-Teufelskralle (Phyteuma hemisphaericum), Gänseblümchen-Ehrenpreis (Veronica bellidioides), Stumpfblatt-Mannsschild (Androsace obtusifolia), Kerner-Läusekraut (Pedicularis kerneri), Faltenlilie (Lloydia serotina) und Lebendgebärender Knöterich (Persicaria vivipara = Polygonum viviparum). An grusigen Stellen ist auch die Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina) reichlich vertreten. Dazwischen lockern immer wieder die flachen Polster der etwas heller blühenden Zwerg-Primel (Primula minima) das Bild auf. Derartige Alpine Grasheiden kommen überall oberhalb von 2.000m Seehöhe im Nationalpark Gastein vor. Es ist der Lebensraum des Alpenschneehuhns, der Murmeltiere und der Alpenschneehasen. - Einen eher seltener Silikatrasen im Nationalpark Gastein finden wir im hinteren Weißenbachtal. Es ist die - Flur des zarten Straußgrases - mit dichtem, hochwüchsigem Straußgras und zahlreichen eingestreuten Blütenpflanzen.

Alpine Silikatrasen
Palfnerkar Windschursee Gamskarl, Gasteinertal Straußgrasflur, Weißenbachtal
Palfnerkar Palfnerscharte Ob. Gamskarl Weißenbachtal
Alpine Silikatrasen sind die oberhalb von 2.000m am häufigsten vorkommenden Biotoptypen im Nationalpark. Sie entsprechen alpinen Grasheiden, wo auch das Alpenschneehuhn anzutreffen ist.
Biotoptyp : Seen . Tümpel

In der Kernzone der Hohen Tauern, wie im gesamten Gasteinertal gibt es zahlreiche Karseen, als Relikte einstiger Gletscher, die von Silikatschutt, Moränenwällen oder Fels umrandet sind. Die Ufer sind meist steil von Fels oder Schutt begrenzt. Wo die Uferbereiche flach sind, findet sich eine Niedermoorvegetation, ansonsten begrenzt nackter Fels, Schutt oder Krummseggenrasen und in tieferen Lagen Bürstlingrasen die Karseen.
Am seichten Seeufer entstehen durch Verlandung oft Niedermoore, die alle gleich aufgebaut sind mit dem Scheuchzers Wollgras (Eriophomm scheuchzeri) gemeinsam mit verschiedenen Braunmoosen. An flachen und schlammreichen Uferstellen bildet bisweilen die Schnabel-Segge (Carex rostrata) größere Bestände. Landeinwärts schließt dann der Torf bildende Braunseggensumpf (Caricetum nigrae) an.
Zu den - sog. "Stehende oder langsam fließende Gewässer" - gehört aber nicht nur der - Biotoptyp : Seen (1.1.1) - sondern auch der - Biotoptyp : Tümpel (1.1.4.) - welche im Gegensatz zu den Gebirgsseen wesentlich geringere Wassertiefen aufweisen und entweder oligotroph als Quelltümpel oder dystroph als Moortümpel vorliegen. Derartige Tümpel finden sich häufig im Nationalpark Gastein und sind insbesondere im Hörkar und Kühkar besonders zahlreich.
- Zum Thema siehe auch:
- Kapitel 2.5. : Geologische Exkursion - Karmulden, Karseen . . .

Gebirgsseen im Nationalpark
B-1076, Gletschersee, Kreuzkogel B-0303, Tauernsee B-0177, Palfnersee B-0077, Reedsee, Gasteinertal B-0130, Gamskarlsee
Kreuzkogel Tauernsee Palfnersee Reedsee Gamskarlsee
Neben zahlreichen Gebirgsseen im Nationalpark Gastein gibt es auch noch einen Gletschersee im Kar östlich vom Kreuzkogel. Meist sind die Seen von Schutt oder Krummseggenrasen umgeben, der Reedsee u. a. von Niedermoor.
Karseen und Tümpel im Nationalpark
B-0256, Woiskensee B-0117, Kühkar B-148, Gamskarl Tümpel, Kreuzkogel Tümpel, Kreuzkogel
Ob. Hörkar Kühkar Gamskarl Kreuzkogel Eselkar
Karseen und zahlreiche Tümpel liegen im Bereich von etwa 2.200 - 2.400m Seehöhe im Kühkar, im Hörkar und im Lainkar. Meist sind sie von Krummseggenrasen, Fels, Schneetälchen oder Schutt umgeben.
Biotoptyp : Niedermoore . Kleinseggenried

Über 200 Niedermoore sind im Gasteinertal anzutreffen; allerdings liegen viele davon nicht im Nationalpark Gastein. Im Nationalpark Gastein kommt als Nieder- und Übergangsmoor besonders häufig der - Biotoptyp : Kleinseggenried (1.4.3.1.) - vor, in meist beeindruckender Ausformung, wie z. B. im Hörkar, wobei dieser mäanderförmig von einem Gebirgsbach durchflossen wird. Mindestens ebenso schön das Durchströmungsmoor im Kesselkar oberhalb der Prossau im hinteren Kötschachtal. Auch im Reedseegebiet sind mehrere derartige Kleinseggenriede ausgebildet.
Es sind Braunseggensümpfe (Caricetum nigrae), wo die Braun-Segge (Carex nigra) vorherrscht; seltener die Igel-Segge (Carex echinata). Dazwischen blühen u. a. Sumpf-Veilchen (Viola palustris), Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris), Kronenlattich (Willemetia stipitata) und Gebirgs-Simse (Juncus alpino-articulatus). Ebenfalls recht häufig sind Dreiblüten-Simse (Juncus triglumis), Schmalblatt-Wollgras (Eriphorum angustifolium), Alpenhelm (Bartsia alpina) und Alpen-Fettkraut (Pinguicula alpina). Trockenere Stellen innerhalb des Braunseggensumpfes sind durch das alleinige Vorherrschen der Rasen-Haarbinse (Trichophorum cespitosum) gekennzeichnet
Ist der Untergrund basenreich, bildet sich anstelle des Braunseggenmoores das Davall-Seggenried (Caricetum davallianae) aus. Neben der dominierenden Davall-Segge (Carex davalliana) gedeihen dann u. a. Hirse-Segge (Carex panicea), Große Gelb-Segge (Carex flava), Alpen-Helm (Bartsia alpina), Gewöhnliche Simsenlilie (Tofieldia calyculata), Mehl-Primel (Primula farinosa), Alpen-Fettkraut (Pinguicula alpina), Dreiblatt-Simse (Juncus trifidus), Stern-Steinbrech (Saxifraga stellaris), Eis-Segge (Carex frigida) und Breitblatt-Fingerknabenkraut (Dactylorhiza majalis). Derartige Kalk-Niedermoore sind im Nationalpark Gastein nicht anzutreffen.

Durchströmungsmoore - Vernässungen
Kühkar-Kesselkar, Gasteinertal Kühkar-Kesselkar, Gasteinertal Niedermoor, Hörkar Vernässung, Hörkar Niedermoor, Hörkar
Kesselkar Hörkar
Besonders beeindruckend im Nationalpark sind die Durchströmungsmoore, die von mächtig wasserführenden Gebirgsbächen durchflossen werden. Im Hörkar ist es Schnee- und Quellwasser aus dem Kreuzkogelgebiet und im unteren Kesselkar ("Kühkar") sind es die Zuflüsse aus dem Gebiet der Kleinelendscharte.
Niedermoore-Kleinseggenriede
Kesselkar, Gasteinertal Niedermoor, Hörkar Niedermoor, Reedsee Niedermoor, Seekarl
Kesselkar Hörkar Reedsee Seekarl
Niedermoore bzw. Kleinseggenriede findet man im Nationalpark Gastein in unterschiedlicher Ausprägung; besonders eindrucksvoll und großflächig im Hörkar und im unteren Kesselkar ("Kühkar").
Biotoptyp : Quellfluren

In sanft geneigten Hängen mit langsam fließenden Gewässern über Silikat ist der - Biotoptyp : Silikatquellflur (1.2.1.3.) - häufig mit dem auffälligen Birnmoos (Bryum schleicheri). Kalkreiche Quellfluren begleiten verschiedene, Tuff bildende Moose (Cratoneuron-Arten) und die Glanz-Gänsekresse (Arabis soyeri). Bei rasch fließendem Wasser bleiben die Gerinne eisfrei, werden aber selten wärmer als +5°C. Hier gedeiht die Bachkresse (Cardamine amara) als Leitpflanze und weiter der Bach-Steinbrech (Saxifraga aizoides), Stern-Steinbrech (Saxifraga stellaris), Eis-Segge (Carex frigida), Dreiblüten-Simse (Juncus triglumis], Kriech-Straußgras (Agrostis stolonifera) und Rasenschmiele (Deschampsia cespitosa).
Feinkörniger und feuchter Schwemmsand, bildet die Unterlage für den zierlichen Bunt-Schachtelhalm (Equisetum variegatum). Eine Besonderheit stellt die Zweifarben-Segge (Carex bicolor) dar, die an nur sehr wenigen Stellen des Nationalparks vorkommt. Trocknet der Moränenschutt aus, hält es nur mehr das Graue Zackenmützenmoos (Rhacomitrium canescens) aus. Silikatquellfluren werden entweder subsummiert oder als eigene Biotope ausgewiesen, wenn sie großflächig vorkommen wie z. B. im Hörkar oder im Weißenbachtal.

Silikat-Quellfluren
Quellflur, Palfnerkar Quellflur, Radeckalm Quellflur, Hörkar Quellflur, Hörkar Silikat-Quellflur, Hörkar
Palfnerkar Radeckalm Hörkar
Quellfluren werden häufig anderen Biotoptypen subsummiert und sind dann auch nicht gesondert ausgewiesen, wie z.B. die Silikatquellflur im Palfnerkar. Ausgedehnte Silikatquellfluren befinden sich z. B. im Hörkar.

(c) Hochgebirgs- und Pioniervegetation

Die Hochgebirgsvegetation ist durch die extremen Klimaverhältnisse, die intensive Bodendynamik und durch die kurze Vegetationszeit besonderen Anforderungen ausgesetzt. Es gilt, Wind, Kälte und der intensiven Sonneneinstrahlung widerstehen zu können und gleichzeitig für Bestäubung und die vegetative Vermehrung zu sorgen. Reservestoffe für die Winterperiode müssen ausreichend aufgebaut werden und Strategien des Überlebens auch bei langer Schneebedeckung sind notwendig. Diese Anforderungen werden von speziellen Polster- und Rasenpflanzen, sowie Schutt- und Schneebodenpflanzen bewältigt, die besonderen Biotoptypen entsprechen.

Biotoptyp : Subalpin-alpine Silikatschuttgesellschaft

Hangschutt, Blockfelder, Moränenablagerungen, Murgänge und fluviale Ablagerungen (Bach- und Flussakkumulationen) werden den - Steinschutt- und Geröllgesellschaften - zugeordnet. Dem - Biotoptyp : Subalpin-alpine Silikatschuttgesellschaft (3.2.1.1) - werden dabei entsprechend dem Biotoptypenkatalog Salzburg unterschiedliche Pflanzengesellschaften zugeordnet, und zwar die - Rollfarnflur - mit dem Rollfarn (Cryptogramma crispa), welche oft Blockschutt besiedelt, die -Alpensäuerlingflur - auf frischem Grob- und Feinschutt als typischer Moränenerstbesiedler, wobei neben dem Alpensäuerling (Oxyria digyna) noch die Alpengänsekresse (Arabis alpina), das Resedenblättrige Schaumkraut (Cardamine resedifolia) und die Kriechende Nelkenwurz (Geum reptans) auftreten, die Bleichkleeflur - (Trifolietum pallescentis) mit dem Bleichklee (Trifolium pallescens), die sich bei zunehmender Verfestigung des ursprünglich bewegten Moränenschuttes ausbildet und von Verschiedene Steinbrecharten (Saxifrage bryoides et moschata), sowie diversen Moose und Flechten begleitet wird. Der Alpen-Mannschildflur - (Androsacetum alpinae) weist einen nur geringen Deckungsgrad über bewegtem Silikatschutt in der alpin-nivalen Stufe auf. Prägende Arten sind dabei der Alpen-Mannschild (Androsace alpina), eine charakteristische Form des Bayrischen Enzian (Gentiana bavarica var. subacaulis) und eine Reihe von Steinbrecharten.

Im Nationalpark Gastein findet man als die häufigsten Arten welche Moränen besiedeln, das Stängelloses Leimkraut (Silene acaulis), Zwerg-Miere (Minuartia sedoides), Moos-Steinbrech (Saxifraga bryoides), Moschus-Schafgarbe (Achillea moschata), Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina), Kriech-Nelkenwurz (Geum reptans), Einblüten-Hornkraut (Cerastium unflorum), Alpen-Leinkraut (Linaria alpina) und Gletscher-Hahnenfuß (Ranunculus glacialis). In sauren Grobblockhalden findet man den Säuerling (Oxyria digyna), Clusius-Gämswurz (Doronicum clusii), Schlaffes Rispengras (Poa laxa) und Braun-Hainsimse (Luzula alpino-pilosa). Nimmt der Feinerdegehalt zu, stellen sich Ähren-Hainsimse (Luzula spicata), Alpen-Ehrenpreis (Veronica alpina), Alpen-Mannsschild (Andosace alpina), Alpen-Gänsekresse (Arabis alpina), Gegenblatt-Steinbrech (Saxifraga oppositifolia), Moschus-Steinbrech (Saxifraga moschata) und Zwerg-Fingerkraut (Potentilla brauneana) ein. Sie leiten teilweise schon zu den Schneebodengesellschaften über, in denen nach Dauer der Schneedecke die Kraut-Weide (Salix herbacea) oder das Widertonmoos (Polytrichum sexangulare) dominiert.

Subalpin-alpine Silikatschuttgesellschaft
B-278, Obere Radeckalm, Anlauftal B-375, Obere Radeckalm, Anlauftal B-278, Anlauftal, Bleksen B-276, Anlauftal, Bleksen Seekarl
Obere Radeckalm Bleksen Seekarl
Subalpin-alpinen Silikatschuttgesellschaften gibt es im Nationalpark Gastein im hinteren Anlauftal, im Palfnerkar und im hinteren Kötschachtal bzw. Kesselkar. Die Schutt- und Blockhalden zeigen dabei höchst unterschiedlichen Bewuchs und werden so nach ihrer Artenzusammensetzung verschiedenen Pflanzengesellschaften zugeordnet.

Ebenfalls im Nationalpark Gastein liegt im hinteren Anlauftal (Bleksen) ein beinahe den gesamten Talschluss einnehmenden Moränenschutt. Hier finden sich entsprechend seltene Silikatschuttgesellschaften, die als Alpensäuerlings-Gesellschaft (Sieversio-Oxyrietum digynae) zusammengefasst werden. In blockigen Ablagerungen wie z. B. auf der Palfneralm oder im Kesselkar sind es die Rollfarn-Gesellschaften (Cryptogrammietum crispae), die allesamt als Pflanzengesellschaft der subalpinen und alpinen Silikatgesellschaften der Klasse Androsacetalia alpinae untergeordnet werden.

Silikatschutt . Rollfarn-, Alpensäuerlingsflur
B-0115, Palfnerkar Schutthalde mit Rollfarnflur Cryptogrammietum crispae, Rollfarnflur Ebeneck, Alpensäuerlingflur Weißenbachtal, Schuttflur Schutt im oberen Hörkar, Gasteinertal
Palfnerkar/-scharte Kesselkar Weißenbachtal Ob. Hörkar
Rollfarnflur und Alpensäuerlingflur (Oxyria digyna, Arabis alpina, Cardamine resedifolia, Geum reptans) als Schuttgesellschaften kommen nicht gar häufig im Nationalpark Gastein vor.
Biotoptyp : Schieferschuttgesellschaft

Die - Flur des Zweiblütigen Steinbrech - (Saxifragetum biflorae) stellt eine typische Pioniergesellschaft grusiger Feinschuttböden mit meist nur geringem Deckungsgrad (unter 10%) dar und wird dem - Biotoptyp : Schieferschuttgesellschaft (3.2.1.2.) - zugeordnet. Charakteristische Arten sind der Zweiblütige Steinbrech (Saxifraga biflora), der Rudolfsteinbrech (Saxifraga rudolphiana), der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia), das Einblütige Hornkraut (Cerastium uniflorum), das Alpenleinkraut (Linaria alpina) und das kleine Rispengras (Poa minor). Die - Hungerblümchen-Steinbrechflur - (Drabo-Saxifragetum) besiedelt meist relativ wenig bewegte, feinschuttreiche, gut durchfeuchtete, sehr nährstoffreiche Schuttböden basischer Reaktion in der alpinen Stufe. Kennzeichnende Arten sind vor allem das Hoppe Felsenblümchen (Draba hoppeana) und das Farnblattläusekraut (Pedicularis aspleniifolia). Auf frischen, basenreichen Feinschuttböden zumeist in Gratlagen, seltener auf den noch kaum besiedelten Teilen von Moränenwällen findet man die - Gesellschaft des Ährigen Grannenhafers - (Trisetetum spicati). Charakterarten sind der Ährige Grannenhafer (Trisetum spicatum) und der Zwergenzian (Gentiana nana). Derartige Biotoptypen sind auf der Türchlwand, Erzwies, Gamskarkogel u. a. unübersehbar verbreitet, im Nationalpark Gastein aber nur im Nassfeld im Gebiet Höllkar und Bräuwinkel bzw. am Aperen Schareck.

Schieferschuttgesellschaft
in arbeit B-0827, Bräuwinkel
Bräuwinkel
Biotoptyp : Schneebodengesellschaften

Schneebodengesellschaften entwickeln sich in geneigten Hängen mit wannen- und muldenförmigen Einsenkungen, mit feinkörnig und lehmig-tonigen Böden, wo der Schnee lange liegen bleibt (8-9 Monate) und Schmelzwasser auch im Sommer für gute Durchfeuchtung sorgt. Bereits unter der Schneedecke kann Sonnenlicht ausgenutzt werden und manche Arten durchstoßen sogar den Schnee. Im Nationalpark Gastein sind es ausschließlich Schneebodengesellschaften vom - Biotoptyp : Silikat-Schneeböden (3.6.1.2.) - die allesamt auf über 2.000 m Höhe eine durchschnittliche Schneebedeckung von 6-9 Monaten aufweisen. Im äußeren Bereich der Schneetälchen findet man das Krautweidenspalier (Salicetum herbaceae) mit den charakteristische Arten Salix herbacea, Gnaphalium supinum, Sibbaldia procumbens und Soldanella pusilla. Schneetälchen finden wir im Nationalpark beim Niedersachsenhaus, bei der Hagener Hütte, im Gebiet Kreuzkogel im Gebiet Wasingerkopf und besonders schön im Lainkargebiet und beim Woiskensee.

Schneebodengesellschaften
Schneeboden im Gamskarl, Gasteinertal Schneeboden 0714l, Siglitztal Gastein Schneeboden, Hörkar Schneeboden, Woiskenscharte Schneeboden, Weißenbachtal
Gamskarl Bräuwinkel Ob. Hörkar Woiskenscharte Kreuzkogel S-Hang
Schneebodengesellschaften kommen nur auf über 2.000 m Seehöhe mit einer durchschnittlichen Schneebedeckung von 6-9 Monaten vor, wie z. B. im Lainkar, Kreuzkogel, Woisgenkopf u. a.
Biotoptyp : Alpine Polstergesellschaften

Auch Gipfel und Grate oberhalb 2.700 - 3.000m sind keineswegs vegetationsfrei. Hier dominieren Polsterpflanzen, die aufgrund ihrer dicht stehenden Sprosse ein eigenes Mikroklima zustande bringen und mit ihren tiefen Pfahlwurzeln eine gute Verankerung in Felsspalten möglich machen. Der Polsterwuchs macht sich das Prinzip der Oberflächenverkleinerung zunutze. Kugeln und Halbkugeln besitzen im Verhältnis zum Volumen die kleinste Oberfläche, wodurch Polsterpflanzen der abkühlenden und austrocknenden Wirkung des Windes begegnen können. Zudem kommen sie mit nur wenig Feinerde aus. Das Wachstum dieser Pflanzen ist allerdings extrem langsam und schon das Abbrechen eine Blattes kann über das Weiterleben oder Absterben entscheiden.
Der - Biotoptyp : Silikatalpine Polstergesellschaft (3.3.1.2.) - kommt im Nationalpark Gastein im Bräuwinkel (B-0828) am Aperen Schareck und am Gipfel des Kreuzkogels vor mit Arten wie Alpen-Mannschild (Androsace alpina), das kleine Seifenkraut (Saponaria pumila), das Stängellose Leimkraut (Silene excapa), der Moos-Steinbrech (Saxifraga bryoides), das Einblütige Hornkraut (Cerastium uniflorum) und Gletscherhahnenfuß (Ranunculus glacialis). Diese Arten kommen auch in Silikatschuttgesellschaften vor. In derartig extremen Standorten sind auch Endemiten zu finden, die während der Eiszeit hier strandeten wie u. a. auch der im Gasteinertal vorkommende Zwerg-Haarschlund (Comastoma nanum) und das Seifenkraut (Saponaria pumila). Den - Biotoptyp : Alpine Polstergesellschaften auf Schiefer (3.3.1.3.) - mit Rudolfsteinbrech (Saxifraga rudolphiana), der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia) und dem Zweiblütigen Steinbrech (Saxifraga biflora), Felsenblümchen (Draba hoppeana) und das Alpenleinkraut (Linaria alpina) gibt es zwar im Gasteinertal (Erzwies), ist aber nicht Teil des Nationalparks Gastein.
Arten die generell auch noch auf Felsen von Dreitausendern ihr Dasein fristen sind Polsterpflanzen wie das Leimkraut (Silene acaulis subsp. exscapa), Zwerg-Miere (Minuartia sedoides), Alpen Mannsschild (Androsace alpina), Zwerg-Primel (Primula minima), Gegenblatt-Steinbrech (Saxfraga oppositifolia), Blaugrüner Steinbrech (Saxifraga caesia), Moos-Steinbrech (Saxifraga bryoides), Moschus-Steinbrech (Saxifraga moschata) und Mannsschild-Steinbrech (Saxifraga androsacea); weiter Speicherpflanzen wie der Gletscher Hahnenfuß (Ranunculus gladalis), Schwarze Edelraute (Artemisia genipi), Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina), Kriech-Nelkenwurz (Geum reptans), Gletscher-Fingerkraut (Potentilla frigida) und Grasblatt-Teufelskralle (Phyteum hemisphaericum) und schließlich auch die Gräser wie das Schlaffes Rispengras (Poa laxa), Kleine Rispengras (Poa minor), das Zweizeiliges Kopfgras (Oreochloa disticha), Felsen-Straußgras (Agrostis rupestris), Harter Felsen-Schwingel (Festuca pseudodura), Polster-Segge (Carex firma) und Ähren-Hainsimse (Luzula spicata).
Moose und die Flechten kommen mit derartigen Hochgebirgsbedingungen wesentlich besser zurecht, denn sie beziehen ihre Nährstoffe und das Wasser aus der Luft. Dabei dominieren Zackenmützenmoos (Rhacomimum spp.) und Kissenmoos (Grimmia spp.). Unter den Flechten sind Krustenflechten (Rhizocarpon- und Lecidea-Arten) und Blattflechten (Umbilicaria- und Caloplaca-Arten) am häufigsten. Auch das zu den Grünalgen zählende Kryoplankton (Chlamydomonas nivalis) gehört hierher. Es färbt den Schnee bisweilen rötlich.

Polsterpflanzen
Nassfeld, Kreuzkogel Bräuwinkel, Siglitztal Grubenkar, Anlauftal
Kreuzkogel Bräuwinkel Grubenkar
Pionierpflanzen wie die Polsterflur sind im Nationalpark Gastein am Aperen Schareck, im Bräuwinkel, am Kreuzkogel, aber auch in anderen hoch gelegenen, felsigen Gebieten anzutreffen.

(d) Flechten im Nationalpark

Flechten, die allesamt durch ihre besondere Bauweise Extremstandorte besiedeln können und selbst längere Austrocknung problemlos überstehen, nehmen mit steigender Höhe an der Gesamtvegetation zu. In der nivalen Stufe (2.800 - 3.100 m) können nur mehr Moose und Flechten überleben. In der alpinen Stufe in geschlossenen Rasengesellschaften treten sie ebenfalls üppig auf, wobei sich vor allem Strauchflechten gut entwickeln. Für epiphytische Flechtenarten sind das Vorkommen von Trägerpflanzen (Bäume, Sträucher, Zwergsträucher) entscheidend. So gilt für auf Holz angewiesene Flechten meist die Baumgrenze auch als die Verbreitungsgrenze, außer Holz kommt in größeren Höhen vor (Holzpfähle, Holzunterstände etc.).
Dabei entwickeln sich Bartflechten in Höhenstufen von 1.200 bis 1.700 m optimal. Es gibt aber auch Flechten die in allen Höhenstufen vorkommen, wie z. B. Cetraria islandica, wobei diese in Talnähe eine hellbraune-grünliche Farbe aufweisen, mit zunehmender Höhe aber dunkler werden und sich in der nivalen Stufe als ganz schwarze Lager zeigen (5a).

Lebensraum : Fichten-, Misch- und Schluchtwäldern

Das größte Verbreitungsgebiet entspricht hier der montanen Höhenstufe, wobei die Flechten auf Bäumen, auf Holz, Moderholz und Moosen aber auch auf Silikatfelsen reichlich vorkommen. Die in Fichtenwäldern vorkommenden Flechten sind durchwegs "acidophytisch". Sie bevorzugen nährstoffarme, saure Substrate, wie sie die Borke der Fichte (pH-Wert zw. 3,9 - 5,0) und Tanne (pH-Wert um 5) aufweisen. In den Schluchtwäldern mit Grauerle, Esche und Bergahorn, deren Borke einen pH-Wert um 7 entspricht, finden wir bevorzugt "neutrophytische" Arten. In der hochmontanen und subalpinen Stufe sind Lärchen und Zirben Träger von Flechten, wobei sich diese fast nur auf nordwestexponierten Stammpartien finden, entsprechend der niederschlagsbringenden Luftströmung.
Stehendes Totholz (abgestorbene Bäume) werden zunächst von Pilzen befallen, die das Holz auflockern und dadurch die Wasserbindungskapazität des Totholzes erheblich erhöhen. Bei am Boden liegendem Totholz erfolgt dieser Vorgang rascher. So können sich Flechten und Moose über die Jahrzehnte und Jahrhunderte ansiedeln und entfalten.
Aber nicht nur Holz ist das Substrat von Flechten in der montanen Höhenstufe, sondern auch Silikatfelsen. Sie werden erst von Blaualgen besiedelt. Treffen nun Sporen oder Soredien von Flechten auf die Gesteinsoberfläche mit den Cyanobakterien (Blaualgen), so entwickeln sich Flechtenthalli, die aber erst nach Jahren aufgrund des langsamen Wachstums sichtbar werden. Als Erstbesiedler haben Flechten somit die Funktion, für weitere Pflanzen (Moose etc.) eine Lebensgrundlage zu schaffen (5b).
In tieferen Lagen, wo Grauerlenwälder und andere Mischwälder stark der Luftverunreinigung durch Stickoxide ausgesetzt sind, ist das Flechtenwachstum stark zurückgegangen. Da die Symbiosepartner vornehmlich Cyanobakterien sind, die Luftstickstoff binden, werden sie bei einem zu hohem N2-Angebot stark geschädigt. Wohl nur im Nationalpark Hohe Tauern haben sie eine Überlebenschance (5c). - In den montanen Fichtenwälder führen Nebelbildung und hohe Niederschlagsraten zum Aufkommen von sog. "Nebelkamm-Flechten", wobei die kleinen Wassertröpfchen aufgrund ihres "bärtigen" Wuchses "ausgekämmt" werden. Zahlreiche bodenbewohnende Flechten finden sich im Bereich von Blockhalden, auf alten Moderholz und auf bemoosten Felsoberflächen in aufgelockerten Fichtenwäldern (5e).

Lebensraum : Schutt, Moränen und Geröllhalden

Auf Schneeböden dominieren aufgrund der ständig durchfeuchteten Böden eher Moose und nur ausnahmsweise Flechten. In der alpinen Stufe ist das Flechtenwachstum auf Fels und Gesteinsblöcken von unterschiedlichen mikroklimatischen Bedingungen abhängig wie Exposition (Himmelsrichtung), Neigung der Gesteinsoberfläche, Dauer der Schneebedeckung, Abflussmenge des sickernden Schmelzwassers, Regen, Nebel u. a. - Unterschiedliche Gesteinsarten sind mit entscheidend für die Vielfalt der Flechten. Insbesondere im Gasteinertal sind auch unterschiedliche Flechtenarten auf schwermetallreichen Gesteinen zu finden. Es sind Substratspezialisten, die auf einen bestimmten Metallgehalt im Gestein angewiesen sind (Eisenhyroxide, Kupfer- Zinkerze). Viele Arten vertragen derartige Metallkonzentrationen nicht und so sind diese Flechten keinem Konkurrenzdruck ausgesetzt (5d).

Flechten auf Schutt und Geröllhalden
Flechten alpin, Schieferschutt Flechten alpin, Kesselkar Flechten alpin, Palfnerscharte
Bräuwinkel Kesselkar Palfnerscharte
Lebensraum : Fels und Berggipfel

Auf Felsen herrschen unterschiedliche klimatische Bedingungen, sodass die Gestalt des Felsblocks, das Relief der Oberfläche, Neigungswinkel und die Himmelsrichtung entscheidend für die Besiedlung der Felsoberflächen mit unterschiedlichsten Flechten ist. Zuoberst ist die Zenitfläche, gefolgt von den Stirnflächen, die unterschiedliche Neigungswinkel aufweisen - von senkrecht bis zu überhängend. Den Übergang zum Boden bilden die Fußflächen. Der Neigungswinkel der Stirnflächen bestimmt die Dauer der Schneebedeckung, die Abflussmenge des sickernden Schmelzwassers und die Intensität der Niederschläge in Form von Nebel und Regen (5f). Entscheidend ist auch die chemische Zusammensetzung des Gesteines, sowie die Anwesenheit von Schwermetallen oder Nährstoffen, insbesondere durch Vogelexkremente oder auch Kuh- und Schafdung.

Flechten auf Fels und Gipfel
Flechten, Fels im Hörkar Flechten, Hörkar Flechten alpin, Windschurriegel
Hörkar Windschurriegel

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Literatur : Die Informationen der oben angeführten Themenbereiche sind teilweise entnommen der Homepage "Nationalpark Hohe Tauern" (www.hohetauern.at), sowie den Büchern Nationalpark Hohe Tauern - Pflanzen von Helmut Hartl und Thomas Peer, Universitäts-Verlag Carinthia 2005, Nationalpark Hohe Tauern - Tierwelt von Eberhard Stüber/Norbert Winding, sowie der Kartierungsanleitung von Günther Nowotny und Hermann Hinterstoisser et al., Amt der Sbg. Landesregierung, 1994.

Quellenangaben
1a - Nationalpark Hohe Tauern - Tierwelt von Eberhard Stüber/Norbert Winding, Universitäts-Verlag Carinthia Klagenfurt 1991, S. 25
2a - Regionalverband Lungau - http://www.biosphaerenpark.eu/de/lungau-unesco-biosphaerenpark.html
3a - Nationalpark Hohe Tauern - Pflanzen von Helmut Hartl und Thomas Peer, Carinthia-Verlag, 2005
3b - Nationalpark Hohe Tauern - Tierwelt von Eberhard Stüber/Norbert Winding, Universitäts-Verlag Carinthia Klagenfurt 1991
3c - Biotopkartierung Salzburg - Kartierungsanleitung von Günther Nowotny und Hermann Hinterstoisser et al., Amt der Sbg. Landesregierung, 1994
5a,b,c,d,e,f - Nationalpark Hohe Tauern - Flechten von Roman Türk, Universität Salzburg, Tyrolia-Verlag, 2016, S. 43-47, 83, 125, 236 u. 273, 211

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