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F - Pilze im Gasteinertal: Coprinaceae - Artenzahl: 2
Pilze im Gasteinertal Hauptmerkmale
Pilze Gasteins
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Coprinaceae

Tintenpilze

Zerbrechliche Fruchtkörper. Hut zentral gestielt, anfangs glockig, Hutrand aber niemals eingerollt. Lamellen fast frei, angewachsen, seltener abgerundet oder fast herablaufend. Sporenstaub braun oder schwarz mit deutlichen Keimporus. Die Tintenpilze werden allgemein den Agaricales zugeordnet.
Hauptmerkmale s. Agaricales // Bestimmungshilfe s. Coprinaceae - . . .

→ Fam. Coprinaceae (n. E. Horak) : Lamellen (und Hut) alt oft (tintenartig) zerfließend. Lamellen frei bis kurz herablaufend. Lamellentrama regulär (Hyphen verlaufen ± parallel). Sporenpulver dunkelbraun, purpurbraun oder schwarz. Sporen glatt oder (selten) warzig, meist mit deutlichen Keimporus. Huthaut cellulodermal. Vorkommen: auf Erde, Mist, Dung, Holz und Pflanzenresten. Alle Arten saprob.

Pilzbestimmungskriterien n. Rita Lüder
Die Familie der Schwarzsporer (Coprinaceae) : haben ihren Namen vom schwärzlichen Sporenpulver.
Bei den meisten Arten zerfließt zur Reifezeit der Hut mit dem Sporenpulver zu einer tintigen Masse.

Tintlinge (Coprinus) : Gebrechliche Pilze in großen Gesellschaften wachsend. Der Hut ist walzen-, glocken-, kegelförmig und oft gefaltet-gerieft. Lamellen erst weiß, später dunkel. Einige Arten haben sehr zerbrechliche und rasch vergängliche Fruchtkörper.
Faserlinge, Mürblinge (Psathyrella) : Fleisch sehr zerbrechlich und mürbe. Lamellen fast frei, ausgebuchtet oder breit gerade angewachsen. Färbung einheitlich (nicht scheckig). Sporenpulver schwarzbraun. Hut weißlich bis bräunlich, glockig-kegelig bis flach gewölbt, kann auch gebuckelt sein. Hut glatt und hygrophan (Farbintensität von der Feuchtigkeit abhängig) aber auch faserig bis schuppig und evtl. mit Velumresten am Hutrand. - Stiel lang, gebrechlich. Gesellig auf Erdboden, Dung oder Holz.

Pilze Gasteins

Arten der in Gastein vorkommenden Tintlinge alphabetisch geordnet . . .
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ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
Coprinus comatus Coprinus comatus
Schopf-Tintling
Spargel-Pilz
◊ Bild-Galerie
Hut weißlich mit mehr oder weniger abstehenden bräunlichen Schuppen aufspringend, walzenförmig. Fruchtkörper weiß, von der Scheide her rosa, dann bräunlich und zuletzt schwärzlich zerfließend. Lamellen frei, gedrängt. Stängel schlank mit knolliger Basis und dauerhaft beweglichem Ring. Der Ring weich, zerreißlich. Stiel faserig (kometes=langhaarig). Hut im Jugendstadium walzenförmig, dann radial aufreißend. Geruch- und geschmacklos. Sporen eiförmig. Wuchshöhe bis 20 cm. Jung essbar!
Symbol, Pyramide Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Bad Bruck 10.10.2000 // Annenkaffee, Gasteinertal 11.9.2008/14.10.2008
Panaeolus semiovatus Panaeolus semiovatus
Anellaria semiovata
Ringdüngerling
◊ Bild-Galerie
Hut jung und alt eiförmig. Hutrand eingebogen, nicht aufschirmend. Huthaut feucht, schmierig, (trocken) glatt oder polygonal aufreißend. Lamellen hoch angeheftet, gefleckt. Lamellenschneide weiß, bewimpert. Ring jung trichterförmig, später hängend, glatt. Hut 20- 60mm, feucht schmierig, ovoid bis glockenförmig, weißlich, graubräunlich bis hellrotbräunlich. Stiel schlank zylindrisch. Stielbasis knollenförmig.
Substrat: Mist, besonders auf Kuhfladen.
Bestimmungshilfe durch Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Irmgard Greilhuber.
Symbol, Pyramide Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Erzwies, Gasteinertal am 31.8.2005
Weiterführende und verwandte Themen :
• Biologie : Pflanzenwelt - Gasteinertal
• Biologie : Ökologie - Biotope, Umwelt
• Inhaltsverzeichnis : Flechten Gasteins - Index

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Anmerkung: Die Informationen und Bestimmungsmerkmale wurden diversen Pilzbestimmungsbüchern, wie auch dem Buch
"Röhrlinge und Blätterpilze in Europa" von Egon Horak, Verlag Elsevier GesmbH, München 2005,
dem Buch "Grundkurs Pilzbestimmung" von Rita Lüder, Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co., Wiebelsheim 2007, sowie der
"Exkursionsflora von Deutschland" von Werner Rothmaler, Band I, Fischer-Verlag 1994 - entnommen.
Fehlbestimmungen können nicht ausgeschlossen werden. Beschreibung ohne Gewähr.

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Pilze im Gasteinertal: Coprinaceae - Tintenpilze
© 2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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