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F - Pilze im Gasteinertal: Entolomataceae - Artenzahl: 1
Pilze im Gasteinertal Hauptmerkmale
Pilze Gasteins
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Entolomataceae

Rötelpilze

Verbindendes Merkmal sind die angewachsenen Lamellen, der ringlose Stiel und das fleischrötliche Sporenpulver. Die Rötlinge (Entoloma) sind mit etwa 200 Vertretern heimisch, die Räslinge (Clitopilus) und die Bitterlinge (Rhodocybe) mit weniger als 10 Arten! Den Namen Rötling verdanken die Pilze dem rosabraunen Sporenpulver.
Mikroskop: Rötliche und fast kantig geformte Basidiosporen. Sporenpulver hellrosa bis satt rosa oder rotbraun. Sporen inamyloid, cyanophil, eckig bis isodiametrisch, warzig oder mit meridional verlaufenden Längsrippen bzw. -furchen (im Profil 6- oder 8-eckig).
Hauptmerkmale s. Pluteales // Bestimmungshilfe s. Entolomataceae - . . .

Die eindeutige Bestimmung der zahlreichen Arten insbesondere der Gattung Rötlinge (Entoloma) ist sehr schwierig und nur mit Hilfe eines Durchlicht-Mikroskops möglich. Abbildungen in diversen "Pilzbestimmungsbücher" sind Hilfsmittel, können aber zur eindeutigen Bestimmung nicht herangezogen werden. Viele Rötlinge sind giftig oder giftverdächtig.

→ Fam. Entolomataceae (n. E. Horak) : Sporenpulver rosa bis satt rosa oder rotbraun. Sporen inamyloid, cyanophil, eckig bis isodiametrisch, warzig oder mit meridional verlaufenden Längsrippen bzw. -furchen. Basidien bei manchen Arten siderophil. Ektomykorrhiza, saprob oder parasitär.

Pilzbestimmungskriterien n. Rita Lüder
Die Familie der Rötlingsverwandten (Entolomataceae) zeigen als gemeinsames Merkmal die angewachsenen Lamellen, den ringlosen Stiel und das fleischrötliche Sporenpulver.
Rötlinge (Entoloma) : haben ihren Namen vom rosabraunen Sporenpulver, das auch die weißlichen Lamellen rosabraun färbt. Der Stiel ist fest mit dem Hutfleisch verwachsen. Der meist hygrophane graue bis bräunliche (einige bläulich) Hut ist meist trocken und kahl, selten schwach schuppig. Hutformen und die Farbe des Stiels helfen bei der Bestimmung. Die eindeutige Artbestimmung ist nur mikroskopisch (Beschaffenheit der Huthaut) möglich.

Pilze Gasteins

Arten der in Gastein vorkommenden Rötelpilze alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .
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ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
Entoloma vernum Entoloma vernum
Frühlingsrötling
Frühlings-Glöckling
◊ Bild-Galerie
Hut dunkelbraun, 20- 60mm breit, jung kegelig, bald ausgebreitet, gebuckelt. Oberfläche hygrophan, matt, feucht fettig glänzend, radialrinnig, hornbraun, schwarzbraun, trocken hell graubraun bis beigebraun. Rand überstehend, bisweilen schwach gerieft oder gekerbt. Lamellen frei, breit, lange blassgrau, später graurötlich. Stiel 4-7 cm lang und 3-7 mm dick, oft gedreht oder flach gedrückt, längsfaserig, alt hohl, zerbrechlich, hutfarben. Fleisch dünn, schmutzig graubräunlich. Geruch schwach, Geschmack pilzartig. Sporenpulver rotbraun. Der Frühlings-Giftrötling, auch Frühlings-Glöckling genannt ist giftig und verursacht schwere Magen-Darm-Störungen. Bestimmung durch Univ.-Prof. Mag. Dr. I. Greilhuber.
Symbol, Pyramide Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Luggau, Gasteinertal 8.5.2008
Weiterführende und verwandte Themen :
• Biologie : Pflanzenwelt - Gasteinertal
• Biologie : Ökologie - Biotope, Umwelt
• Inhaltsverzeichnis : Flechten Gasteins - Index

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Anmerkung: Die Informationen und Bestimmungsmerkmale wurden diversen Pilzbestimmungsbüchern, wie auch dem Buch
"Röhrlinge und Blätterpilze in Europa" von Egon Horak, Verlag Elsevier GesmbH, München 2005,
dem Buch "Grundkurs Pilzbestimmung" von Rita Lüder, Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co., Wiebelsheim 2007, sowie der
"Exkursionsflora von Deutschland" von Werner Rothmaler, Band I, Fischer-Verlag 1994 - entnommen.
Fehlbestimmungen können nicht ausgeschlossen werden. Beschreibung ohne Gewähr.

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Pilze im Gasteinertal: Entolomataceae, Rötelpilze
© 2008 by Anton Ernst Lafenthaler
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