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F - Pilze im Gasteinertal: Tricholomataceae - Artenzahl: 14
Pilze im Gasteinertal Hauptmerkmale
Pilze Gasteins
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Tricholomataceae

Trichterlinge, Ritterlingsartige

Stiel stark exzentrisch, seitlich oder fehlend! Kein Schleier, der Sporenstaub ist meist weiß, aber auch cremefarben, weniger häufig blassrosa. Trama (Pilzfleisch) faserfleischig, Hymenophor lamellig, ziemlich dünn, stets am Stiel angewachsen; auch ausgebuchtet angewachsen; Lamellentrama irregulär oder regulär. Sporen nicht cyanophil. Unterteilung nur durch Mikromorphologie (Trama, Sporen, Basidien etc.) möglich.
Hauptmerkmale s. Agaricales // Bestimmungshilfe s. Tricholomataceae - . . .

→ Fam. Tricholomataceae (n. E. Horak) : Hymenophor glatt, leistenförmig oder lamellenförmig. Stiel zentral, lateral oder fehlend (Fruchtkörper cyphelloid, dorsal an Substrat angewachsen). Lamellentrama regulär oder irregulär. Sporenpulver weiß, creme, ocker, rosa oder lila. Sporen glatt oder ornamentiert, meist dünnwandig, amyloid, inamyloid oder dextrinoid, häufig nicht cyanophil, bisweilen cyanophil. Keimporus oder Plage fehlen. Humus, Erde, morsches Holz und Rinde, Moose, Pflanzenreste. Ektomykorrhiza, parasitär oder saprob.

Pilzbestimmungskriterien n. Rita Lüder
Bei der Familie der Ritterlingsartige (Tricholomataceae) ist das Sporenpulver weiß und der Stiel fest mit dem Hutfleisch verwachsen.
Die Ritterlinge (Tricholoma) haben meist ein festes Fleisch (Ausnahme: Melanoleuca). Der Hut kann jung etwas kegelig sein, später aber bekommt er eine halbkugelige Form, leicht gewölbt bis gebuckelt. Als wichtiges Bestimmungsmerkmal gilt die Hutoberfläche mit unterschiedlichen Farben. Diese kann glatt, faserig bis schuppig, schmierig oder trocken sein. Stiel zylindrisch, etwas faserig (selten beringt). Lamellen ausgerandet angewachsen ("Burggraben"). Sporen glatt, inamyloid. Mykorrhizapilze.
Trichterlinge (Clitocybe) haben ihren Namen vom trichterförmigen Hut (es gibt aber auch gebuckelte). Lamellen fest mit dem Hut verbunden und ± am Stiel herablaufend. Hut matt, hygrophan. Stiel ringlos. Bestimmung nur mikroskopisch sicher möglich. Sporen glatt, inamyloid. Als mikroskopisches Gattungsmerkmal gelten die Schnallen.
Die Rötelritterlinge (Lepista) haben als gemeinsames Merkmal die leicht vom Hut ablösbaren Lamellen (Lamellenschicht verschiebbar). Pilze enthalten oft violett oder rötliche Farbtöne. Sporen rau, inamyloid. Manche bilden Hexenringe.
Die Rüblinge (Collybia) haben ihren Namen von der Hutform ("kollybos"= kleine Geldmünze). Sie stehen auch nach völliger Austrocknung nach einem Regenguss wieder auf! Die Hutoberfläche ist glatt, elastisch und häufig hygrophan, das Hutfleisch meist sehr dünn. Der Stiel ist knorpelig berindet und "watteähnlichem" gefüllt (wirkt fast hohl), sehr biegsam und lässt sich problemlos verdrehen (Helmlinge würden sofort brechen). Wichtiges Bestimmungsmerkmal ist die Stielbasis (striegeliger Myzelfilz vorhanden oder fehlend). Lamellen ausgebuchtet bis aufsteigend angewachsen (fast frei). Vorkommen: Erdboden, einige auf Holz.
Schwindlinge (Marasmius) sind sehr kleine Pilze mit zäh-elastischem Fleisch. Hut wei├člich-bräunlich, gewölbt, leicht gebuckelt oder genabelt, am Rand gerieft. Hutfleisch sehr dünn. Lamellen schmal angeheftet oder kurz vor dem Stiel halsbandartig verwachsen (Kollar). Vorkommen: saprophytisch auf Holz, Laub, Grasstängeln etc.
Helmlinge (Mycena) sind sehr kleine Pilze mit vielen Farben. Sie haben ihren Namen vom helmförmigen bis kegeligen Hut. Das Hutfleisch ist zart und dünn, die Hutoberfläche glatt und hygrophan, durchscheinend, sodass am Hutrand bei Feuchtigkeit die Lamellen den Hutrand gerieft erscheinen lassen. Lamellen bauchig, schmal angeheftet oder mit Zahn herablaufend. Stiel hohl, zart, zerbrechlich. Bestimmung nach Geruch und/oder mikroskopisch.
Die Lacktrichterlinge (Laccaria) haben lila bis rötlichbraune Farbtöne. Die Hüte sind hygrophan (verblassen stark bei Trockenheit), meist genabelt oder manchmal gewölbt, aber auch randlich ± durchscheinend gerieft. Im Alter ist der Hut wellig verbogen, evtl. mit seitlich aufgeworfenen Rand und der Stiel hohl und zäh. Die dicklichen, entfernt stehenden Lamellen sind ein gutes Erkennungsmerkmal. Die Lamellen, ± am Stiel herablaufend und breit oder schwach ausgebuchtet haben die gleiche Farbe wie Hut und Stiel.

Pilze Gasteins

Arten der im Gasteinertal vorkommenden Trichterlinge alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet.
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ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
Clitocybe candicans Clitocybe candicans
Wachsstieliger Trichtlerling
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Lamellen nur kurz herablaufend bis breit angewachsen, weißlich. Hut 1-3 cm, konvex, alt niedergedrückt. Hutrand lange eingerollt (feucht trocken) weißlich, weiß bereift. Lamellen weißlich. Stiel weiß, oft gekrümmt, bereift, 2-4 cm lang und 3-4 mm dick. Geruch schwach. Sporenpulver weiß - Der Pilz enthält Muscarin und kann Seh- und Bewusstseinsstörungen hervorrufen.
MIKRO: Sporen 4,5-6 x 2,5-3,5 µm.
Bestimmungshilfe:
DD: Clitocybe phaeophthalma - Peter Specht, Pilz-Forum am 9.12.2008 (Geruch und mikroskopische Kontrolle der Huthaut notwendig!)
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 15.11.2008
Clitocybe nebularis Clitocybe nebularis
Nebelkappe
Graukappe
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Hut 5- 25 cm breit, anfangs stark gewölbt, später ausgebreitet, Mitte oft schwach gebuckelt oder niedergedrückt. Oberfläche glatt, trocken, feucht etwas fettig, mit abwischbarem Reif, aschgrau-graubraun. Rand anfangs eingerollt, alt flatterig. Lamellen schmal, am Stiel gerade angewachsen bis etwas herablaufend, sehr dicht stehend, untermischt, leicht vom Hut lösbar, blassgelb. Stiel 6-10 cm lang und 2-4 cm dick, kräftig, voll, später hohl, cremeweißlich bis hellgrau. Basis oft stark erweitert, weißfilzig. Fleisch dick, jung fest, weißlich. Geruch süßlich, etwas unangenehm. Geschmack mild, säuerlich.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg, Bad Hofgastein 30.9.2008 / 31.10.2008
Clitocybe metachroa Clitocybe metachroa
Dunkelfüßiger Trichterling
Staubfüßiger Trichterling
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Hutdurchmesser 2-6 cm, konvex, alt niedergedrückt, hygrophan, feucht graubraun bis grau, etwas fettig wirkend, trocken beige bis weißlich, Rand meist gerieft. Lamellen graubraun bis hell beigebraun, gedrängt, herablaufend. Stiel wie der Hut gefärbt, nach abwärts schwärzlich, Spitze weißlich bereift, Basis dunkler. Fleisch blass graubraun. Geruch unauffällig (selten schwach mehlig). Geschmack mild. Sporenpulver weißlich. Anmerkung: Der Pilz wird von vielen Autoren mit Clitocybe vibecina synonymisiert.
Flachland bis subalpine Zone, Laubstreu, Nadelstreu. - MIKRO: Sporen 8-10 x 4-5 µm.
Bestimmungshilfe: Peter Specht, Pilz-Forum am 5.12.2008
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 15.11.2008
Collybia butyracea Collybia butyracea
(=Rhodocollybia)
Butterrübling
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Hut feucht deutlich hygrophan, gerieft, graubraun oder rotbraun, 3-8 cm im Durchmesser. Hut glänzend, etwas gebuckelt. Huthaut glatt, bei Berührung fettig wirkend. Stiel knorpelig berindet, gleichfarben wie der Hut, 4-8 cm lang und 0,5- 2 cm breit. Stiel zur Basis hin keulenförmig, faserig gerieft. Stielbasis dunkler, faserig, hohl. Lamellen weißlich, locker angeheftet und manchmal frei, dünn, dicht stehend. Lamellenschneiden fein gekerbt bis gesägt.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 31.10.2008
Cystoderma amiantinum Cystoderma amiantinum
Amiant-Körnchenschirmling
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Hut 2-5 cm, anfangs konvex oder gebuckelt, mit feinkörmiger Huthaut. Huthaut lebhaft ockergelb bis blassbraun. Lamellen weiß bis cremefarben. Stiel 4-8 x 0,4 cm, von der Basis bis zum Ring feinkörnig und wie der Hut gefärbt, darüber glatt und weiß, Ring flockig. Fleisch weißlich, Geruch erdig.
MIKRO: Sporen 5 - 8,5 x 3,5 - 4,5 µm, amyloid.
Nadel- und Mischwälder, grasige Wegränder.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 27.9.2008
Laccaria amethystina Laccaria amethystina
Lackbläuling
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Hut violett oder lila; gewölbt genabelt, Rand eingerollt bis ausgebreitet, wellig, eingekerbt; dünnfleischig. Hutdurchmesser 2- 7 cm. Lamellen dem Hymenophor gleichfarben, dick; breit angewachsen bis etwas herablaufend, durch Sporen weiß bestäubt. Stiel dem Hut gleichfarben, zählich. Sporen , rundlich, stachelig.
Bestimmung mit freundlicher Unterstützung von Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Irmgard Greilhuber, ÖMG
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 31.7.2008
Laccaria laccata Laccaria laccata
Rötlicher Lacktrichterling
Roter Lackpilz
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Hut 1-4 cm breit, jung gewölbt, später abgeflacht bis niedergerückt. Oberfläche glatt bis feinschuppig, hygrophan, feucht orangebraun, trocken blasser. Hutrand jung eingerollt, später wellig verbogen, durchscheinend gerieft. Lamellen am Stiel breit angewachsen, bisweilen etwas entfernt herablaufend, lachsrosa bis braunrötlich. Stiel bis 10 cm lang, schlank, zylindrisch, oft gedreht, zäh, hutfarben, weißlich längsfaserig. Fleisch dünn, rötlich. Geruch schwach würzig. Geschmack mild. Essbar.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 6.10.2008
Lepista nuda Lepista nuda
Violetter Rötelritterling
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Hut 5-15 cm breit, anfangs gewölbt, später flach ausgebreitet, wellig verbogen. Oberfläche glatt, matt oder glänzend, violett bis bräunlich-violett, alt hell- bis graulila ausblassend. Rand lange eingerollt, glatt. Lamellen am Stiel ausgebuchtet, angewachsen, fast gedrängt, leicht vom Hutfleisch lösbar, violett bis graulila, nicht braun verfärbend. Stiel 4-12 cm lang, bis 3 cm breit, zylindrisch bis keulig, voll, violett mit weißsilbrigen Längsfasern. Basis verdickt. Fleisch weich, zart, weißlich-lila. Geruch angenehm würzig-aromatisch, nach Parfüm, etwas süßlich aber auch leicht nach Rettich. Geschmack mild nussartig. Essbar, individuell unverträglich.
Bemerkung (Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Irmgard Greilhuber) : Lepista glaucocana (lilarosa bis weißlich), ohne den warmen rotlila Ton, riecht nur unangenehm erdig, nicht süßlich, in den Alpen häufig).
Anmerkung : wird teils als Varietät von Lepista nuda angesehen = Lepista nuda var. claucocana
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 23.10.2008
Mycena galericulata Mycena galericulata
Rosablättriger Helmling
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Hut 2-5 cm breit, halbkugelförmig, bald breit ausgebuckelt kegelförmig, dann weit ausgebreitet, manchmal radial gefurcht, häutig, zäh, lederig. Huthaut fühlbar glatt, speckig, runzelig, weißlich, grau, bräunlich (knirscht zwischen den Zähnen). Lamellen entfernt stehend, weisen zahlreiche Verbindungen auf, elastisch, ausgebuchtet und über ein Zähnchen herablaufend. Schneide angegraut und im Alter rosa. Der Stiel bildet eine Wurzel, ist langgezogen, dünn, zäh, kahl und glatt, bräunlich bis hellgrau, an der Spitze weißlich. Fruchtfleisch des Hutes dünn, zäh, angegraut. Geruch und Geschmack mehlig gurkig. Nur die Hüte sind essbar.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 18.10.2008
Mycena pura Mycena pura
Rettich-Helmling
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Hut 2-5 cm breit, anfangs glockig, bald ausgebreitet, mit stumpfen Buckel. Oberfläche glatt, hygrophan, mit heller Trockenzone in der Hutmitte und dunklerem, durchwässerten Rand, nicht schmierig. Farbe variabel, typisch ist blasslila bis violett. Rand durchscheinend gerieft, im Alter etwas aufgebogen. Lamellen am Stiel ausgebuchtet angewachsen, bauchig breit, am Grunde aderig verbunden, weiß bis grauweiß. Schneiden schwach gekerbt. Fleisch sehr dünn, brüchig. Geruch und Geschmack rettichartig. Sporenpulver weiß.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 24.10.2008
Panellus stipticus Panellus stipticus
Herber Zwergknäueling
Eichen-Zwergknäueling
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Hut 1,5- 4cm breit, halbkreis- bis muschelförmig, abgeflacht. Oberfläche matt, fein kleiig-schuppig, schwach konzentrisch gezont, klebrig, bräunlich gelb, ockergelb, trocken blassbeige. Rand jung eingerollt, später wellig, gekerbt, gerillt. Lamellen dicht stehend, teilweise gegabelt, mit Anastomosen, deutlich vom kurzen Stielchen abgesetzt, zimtbräunlich bis hellbräunlich, klebrig anzufühlen. Stiel 0,5- 2 cm lang, seitlich stehend, voll, elastisch, gegen die Lamellen verbreitert, hellbeige bis ockerbräunlich, feinkleiig. Fleisch dünn elastisch, blass ockerfarben. Geruch unbedeutend. Geschmack nach längerem Kauen herb, kratzend, bitter. Büschelig oder dachziegelartig das ganze Jahr über an totem Holz von Laubbäumen. Kein Speisepilz!
MIKRO: Sporenpulver weißlich. Sporen 3-6 x 2-3 µm, oval, Cheilozysten und Pleurozysten vorhanden.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 15.11.2008
Strobilurus esculentus Strobilurus esculentus
Fichtenzapfen-Nagelschwamm
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Hut horngrau bis graubraun bis dunkelbraun; kahl, matt, flachglockig mit 2-4 cm im Durchmesser. Lamellen weiß bis graulich; gedrängt, fast frei. Stiel ockerbraun, mit weißer Spitze. Stiel mit wurzelartiger Verzweigung auf im Humus liegenden Fichtenzapfen.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Stoffalm 12.4.2004 // Ingelsberg, Gasteinertal 10.04.2008
Tricholoma saponaceum Tricholoma saponaceum
Seifen-Ritterling
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Hut 4-8 cm breit, anfangs halbkugelig, später gewölbt-abgeflacht. Oberfläche kahl, glatt, auch eingewachsen faserschuppig, feucht schmierig. Farbe sehr veränderlich, schwarzbraun, graubraun bis olivbraun, auch mit grünlichen und gelblichen Tönen, selten gänzlich weiß. Dunkle Hüte sind zum Rand hin stets heller gefärbt. Rand hinuntergebogen, die Lamellen etwas überragend. Lamellen breit, entfernt stehend, ausgebuchtet angewachsen, untermischt, schmutzig weißlich bis grüngelblich, bei Verletzung langsam rötend. Stiel 4-10 cm lang, bis 2 cm breit, zylindrisch. Oft spindelförmig, auch keulig, cremeweißlich, mit graubraunen Schüppchen oder Fasern. Basis meist zugespitzt und beim Reiben langsam rötend. Fleisch schmutzig, weißlich, blass, ebenfalls bei Verletzung langsam rötend. Geruch nach Seifenlauge, Geschmack bitterlich-mehlartig. Gesellig in Laub- und Nadelwäldern. Schwach giftig, verursacht Brechdurchfälle. Viele Formvarianten.
Bestimmungshilfe: Frau Prof. Dr. Irmgard Greilhuber, ÖMG
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg 30.9.2008 // Annenkaffee, Gasteinertal am 8.10.2008
Tricholoma vaccinum Tricholoma vaccinum
Zottiger Ritterling
Bärtiger Ritterling
Hut 3- 7cm breit, jung kegelig bis glockenförmig, später abgeflacht mit stumpfen Buckel. Oberfläche stets trocken, blass rotbraun, mit braunen bis braunroten faserigen Schuppen besetzt. Rand stark wollig-filzig, zottig, die Lamellen etwas überragend und eingerollt. Im Alter kann der zottige Hutrand verkahlen. Lamellen am Stiel ausgebuchtet angewachsen, mit Zahn am Stiel herablaufend; jung weißlich bis cremefarben, dann braunrot fleckend, bräunlich. Schneiden schwach wellig. Stiel 3- 10 cm lang, 1-2 cm breit, zylindrisch, bald hohl, grob braunfaserig berindet, unten hell-braunrot, zur Spitze hin heller. Stielbasis etwas verdickt. Fleisch dünn, weißlich, im Schnitt rötend, dann bräunend. Geruch erdig, Geschmack bitter, schärflich. Sporenpulver weiß. Kein Speisepilz, ungenießbar. August bis November meist gesellig in Gruppen oder Reihen in Nadelwäldern, besonders unter Fichten, seltener in Laubwäldern, bevorzugt auf Kalkböden. Bestimmungshilfe: Harald Andreas Schmid und Frau Prof. Dr. Irmgard Greilhuber
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee 1.10.2008 // Kötschachtal, Gasteinertal am 29.9.2008
Weiterführende und verwandte Themen :
• Biologie : Pflanzenwelt - Gasteinertal
• Biologie : Ökologie - Biotope, Umwelt
• Inhaltsverzeichnis : Flechten Gasteins - Index

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Anmerkung: Die Informationen und Bestimmungsmerkmale wurden diversen Pilzbestimmungsbüchern, wie auch dem Buch
"Röhrlinge und Blätterpilze in Europa" von Egon Horak, Verlag Elsevier GesmbH, München 2005,
dem Buch "Grundkurs Pilzbestimmung" von Rita Lüder, Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co., Wiebelsheim 2007, sowie der
"Exkursionsflora von Deutschland" von Werner Rothmaler, Band I, Fischer-Verlag 1994 - entnommen.
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© 2004 (Rev. 2019) by Anton Ernst Lafenthaler
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