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FL - Flechten im Gasteinertal: Umbilicariales - Umbilicariaceae - Artenzahl: 2
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im Gasteinertal
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Umbilicariales

Nabelflechten

Es sind Laubflechten, die mit einem Nabel am Gestein (Silikatgesteine) festhaften (umbilicus = Nabel, Mittelpunkt). Die Flechten besiedeln exponierte Felsflächen. Die Scheiben der Apothecien sind genabelt oder gerillt. Bei manchen Arten sind die Rillen strahlig bis sternförmig angeordnet. Mittlerweile wurden die Umbilicariaceae in den Rang der Ordnung Umbilicariales erhoben mit den zusätzlichen Familien Elixiaceae, Fuscideaceae und Ophioparmaceae.

Umbilicariaceae

Die Familie der Umbilicariaceae wurde früher den Lecanorales zugeordnet. Im Land Salzburg ist die Familie nur durch die Gattung Umbilicaria vertreten.

Beschreibung der Umbilicariaceae n. Hensen/Jahns
Gattung: Umbilicaria.
Umbilicaria ist charakterisiert durch einen blättrig-genabelten, grauen oder braunen Thallus und gyrophore Apothecien. Die Lagerunterseite ist glatt, areoliert oder mit netzigen Strukturen versehen Die Lagerrinde ist beidseitig mehr oder weniger mächtig entwickelt. Sie besteht aus netzig verzweigten Hyphen, die ein lockeres Pseudoparenchym bilden können. Bei manchen Arten sind die Markhyphen dicht von kristallinen Ablagerungen bedeckt. Die Scheiben der reifen Umbilicaria-Apothecien sind bei den meisten Arten genabelt oder gerillt. Bei der Untergattung Lasallia ist der Thallus mit kleinen Auftreibungen bedeckt und häufig rot überlaufen.

- 2019 (mindat.org) : Derzeit wird den Umbilicariaceae nur die, auch im Land Salzburg vorkommende Gattung Umbilicaria zugeordnet.

Flechten Gasteins

Arten der in Gastein vorkommenden Umbilicariales alphabetisch geordnet . . .
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ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
Umbilicaria deusta Umbilicaria deusta
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Nur an einer Stelle angeheftete, dunkelbraune Flechte mit reichlichen Besitz an Isidien. Thallus aus vielen kleinen Lappen, mit dunkelbraunen, warzig bis schuppigblättrigen Isidien; dunkelbraun, im feuchten Zustand grünbraun; meist ohne Apothecien. Lager einblättrig bis tief geteilt, an den Rändern oft etwas nach unten gebogen, auf der Oberseite dicht mit zylindrischen bis flachen Isidien besetzt und dadurch wie grob berusst erscheinend.
Symbol, Pyramide Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Jungeralm/Gasteinertal am 7.9.2005
Umbilicaria vellea Umbilicaria vellea Thallus groß, 5- 15 cm breit, ledrig, sehr starr. Thallusoberseite weißgrau, mehlig-feinrissig, teilweise graubräunlich oder rötlich verfärbt. Unterseite mit Rhizinen, mehr oder weniger einheitlich dunkel. Nabel mehr oder weniger geteilt. Im Bild: Altes Exemplar!
Bestimmung bzw. Korrektur und Aktualisierung der Flechtennamen durch Herrn Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg.
Symbol, Pyramide Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Faschingberg/Gasteinertal am 23.4.2005
Weiterführende und verwandte Themen :
• Biologie : Pflanzenwelt - Gasteinertal
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Anmerkung: Die Informationen und Bestimmungsmerkmale wurden unterschiedlichen Bestimmungsbüchern wie u. a. dem Buch
"Exkursionsflora von Deutschland" von Werner Rothmaler, Band I, Fischer-Verlag 1994 - dem Buch
"Lichenes" von Aino Henssen und Hans Martin Jahns, Thieme-Verlag 1974 und der Schriftenreihe
"Sauteria", Band 3, Institut f. Botanik, Salzburg 1987 von H. Türk und H. Wittmann, Abakus-Verlag entnommen.
Teilweise wurden die Informationen unterschiedlichen Internetquellen entnommen.
Fehlbestimmungen können nicht ausgeschlossen werden. Beschreibung ohne Gewähr.

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Flechten im Gasteinertal
Umbilicariales - Umbilicariaceae
© 2003 (Rev. 2019) by Anton Ernst Lafenthaler
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